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MAN blickt positiver aufs Gesamtjahr

In den ersten drei Quartalen machte der NFZ-Hersteller einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro
© Foto: ddp/Lennart Preiss

Die Erlöse sind im dritten Quartal stärker gewachsen als erwartet / Für 2010 rechnet MAN mit einem Umsatzplus von 20 Prozent im Vergleích zum Vorjahr


Datum:
28.10.2010
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München. Die anziehende Konjunktur verhilft dem Lastwagen- und Dieselmotorenbauer MAN allmählich wieder zu alter Stärke. Der Münchner Konzern profitierte vor allem von einem starken dritten Quartal und schraubte wie erwartet seine Erwartungen für 2010 deutlich nach oben. Das Unternehmen rechnet nun für das Jahr mit einem deutlichen Umsatzplus von mehr als 20 Prozent und könnte damit wieder an das Niveau vor der schweren Wirtschaftskrise anknüpfen.

"Die Kennzahlen von MAN signalisieren, dass die Kurve wieder eindeutig nach oben zeigt", sagte MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen am Donnerstag. Die Konjunktur habe sich in den letzten Monaten deutlicher aufgehellt, im Schlussquartal werde sich die gute Entwicklung fortsetzen. Dabei profitiert der Konzern zwar vor allem von den boomenden Märkten in Südamerika. Doch auch in Europa wächst mit der wirtschaftlichen Erholung die Lastwagennachfrage wieder.

"Der europäische Nutzfahrzeugmarkt erholt sich schneller als erwartet", sagte Pachta-Reyhofen. Der Konzernchef hatte sich im Jahresverlauf oft vorsichtig gezeigt. Bereits zur Branchenmesse IAA Ende September hatte MAN allerdings seine Erwartungen erhöht. Nun stehen die Zeichen auf Erholung. Dennoch ist vor allem für die Sparte MAN Nutzfahrzeuge der Weg zurück auf den Vorkrisenstand noch weit.

In den ersten neun Monaten kehrte die größte Sparte des Konzerns in die schwarzen Zahlen zurück und verbuchte ein operatives Ergebnis von 73 Millionen Euro nach einem Verlust von knapp 60 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2009. Im Rekordjahr 2008 wurde hier noch ein operativer Gewinn von mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Von solchen Rekorden sei der Lastwagenmarkt insgesamt noch weit entfernt.

Als Ertragsbringer erweist sich das im vergangenen Jahr von Volkswagen übernommene Brasiliengeschäft, das unter der dem Label MAN Latin America in den ersten neun Monaten ein operatives Ergebnis von 258 Millionen Euro einfuhr. Zusammen sollen MAN Latin America und MAN Nutzfahrzeuge in diesem Jahr zwischen 115.000 und 120000 Fahrzeuge verkaufen, bekräftigte der Konzern. In der Krise war der Absatz auf 47.000 Lastwagen zusammengeschrumpft.

Der MAN-Konzern hatte 2009 kräftig unter der Krise gelitten, der Umsatz brach um 20 Prozent auf rund 12 Milliarden Euro ein. In den ersten neun Monaten 2010 wuchsen die Erlöse verglichen mit dem schwachen Vorjahreszeitraum um gut 20 Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente MAN 380 Millionen Euro nach zuvor 214 Millionen Euro. Der operative Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 728 Millionen Euro.

Planmäßig laufen nach Worten von Pachta-Reyhofen die Gespräche mit dem schwedischen Konkurrenten Scania. Er rechne damit, dass bis Ende des Jahres erstmals konkrete Zahlen für das Einsparpotenzial einer möglichen Kooperation vorliegen. MAN und die VW-Tochter Scania loten nach intensiven Hinweisen aus Wolfsburg die Möglichkeiten für eine technische Zusammenarbeit aus. VW hält an MAN rund 29 Prozent, MAN ist wiederum an Scania mit 17 Prozent beteiligt. (dpa)

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