Köln. Lufthansa sieht nach drastischen Einbußen wegen der anhaltend schweren Luftverkehrskrise Anzeichen einer Erholung. "Erste Silberstreife zeigen sich am Horizont", sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Jürgen Weber bei der Hauptversammlung am Mittwoch in Köln. In den USA gehe der Geschäftsreiseverkehr langsam aufwärts. Eine Ergebnisprognose gab Weber aber nicht ab. Der neue Konzernchef Wolfgang Mayrhuber werde einen "Weg der Stabilität" fortsetzen. Weber bekräftigte, dass es zur Krisenbewältigung keine Entlassungen geben solle. Nach 415 Millionen Euro operativem Verlust im ersten Quartal erwartet der Vorstand für 2003 rote Zahlen. Scharfe Kritik äußerten Aktionärsschützern am stellvertretenden Aufsichtsratschef Bsirske. Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz forderte den ver.di-Chef unter starkem Beifall auf, seinen Sitz im Kontrollgremium von sich aus abzugeben. Mit den Streiks im Öffentlichen Dienst habe er im vergangenen Dezember bei der Lufthansa Flugausfälle mit Millionenschäden angerichtet. Er stehe in einem klaren Interessenkonflikt. (vr/dpa)
Lufthansa sieht erste Anzeichen der Markterholung
Der scheidende Vorstandsvorsitzende Jürgen Weber schließt Entlassungen vorerst aus