Nach einem drastischen Geschäftseinbruch und roten Zahlen spürt die Lufthansa-Frachttochter Cargo wieder Rückenwind. Das Ergebnis vor Steuern sei von minus 12,9 Millionen Euro im ersten Quartal 2001 auf 2,8 Millionen Euro in den ersten drei Monaten dieses Jahres gestiegen, sagte Vorstandsmitglied Heinz-Ludger Heuberg am Donnerstag in Frankfurt. Er rechne mit einer Erholung des Luftfracht-Marktes im vierten Quartal. "Wir bleiben aber auf der Kostenbremse", betonte Heuberg. In den letzten drei Monaten 2001 seien die Kosten stärker gesunken als die Erlöse. Lufthansa Cargo reagierte auf den Einbruch, indem sie Flugzeuge still legte und die Mitarbeiterzahl reduzierte. Insgesamt machte das Unternehmen 2001 einen Verlust vor Steuern von 3,2 Millionen Euro. Im Jahr 2000 hatte der Frachtexperte noch einen Gewinn von 161,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Vor allem der Tarifabschluss mit der Pilotenvereinigung Cockpit erhöhte die Personalkosten um 17,5 Millionen Euro. Insgesamt betrugen sie 334 Millionen Euro. Zum Jahresende hin beschäftigte die Lufthansa-Tochter mit 4800 Menschen zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt lag der Personalstand allerdings über dem des Vorjahres. (vr/dpa)
Lufthansa Cargo im Aufwind
Dennoch bleibt Lufthansa-Frachttochter auf Sparkurs