Frankfurt. Die Lufthansa Cargo AG hat am vergangenen Mittwoch zusammen mit der Spedition DB Schenker die erste papierlose Luftfrachtsendung aus dem deutschen Markt verschickt. Um 17.55 Uhr Ortszeit hob das Frachtstück an Bord von Flug LH712 der Lufthansa Passage in Frankfurt in Richtung Seoul ab. Damit startete der erste E-Freight-Transport einen Monat früher als ursprünglich geplant. Nach dem erfolgreichen Erstflug, der in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden und dem Zoll vorbereitet wurde, soll auf der Strecke zwischen Deutschland und Korea das E-Freight-Aufkommen sukzessive gesteigert werden. Zudem will Lufthansa Cargo in den nächsten Monaten das E-Freight-Angebot auf weitere deutsche Stationen und Märkte in Asien wie Singapur und Hongkong ausdehnen. Die Frachttochter der Deutschen Lufthansa hatte in den letzten Monaten als "Lead Carrier" und Projektkoordinator der IATA für Deutschland die Einführung von E-Freight maßgeblich vorbereitet. An diesem Projekt beteiligen sich auch eine Reihe namhafter Fluggesellschaften und Speditionen, die nach dem erfolgreichen Startschuss im Heimatmarkt der Lufthansa Cargo in den kommenden Wochen und Monaten den papierlosen Frachttransport von und nach Deutschland aufnehmen werden. Das Projekt „E-Freight“ wurde 2004 im Rahmen der IATA-Initiative „Simplifying the Business“ ins Leben gerufen und bedeutet für die Luftfrachtbranche einen großen Schritt in Richtung Prozessvereinfachung. Jedes Jahr könnten die weltweit produzierten Frachtpapiere 39 Boeing 747-400 Frachtflugzeuge füllen.ak
Luftfracht: Erste E-Freight-Sendung gestartet
Die Lufthansa Cargo AG hat am vergangenen Mittwoch zusammen mit der Spedition DB Schenker die erste papierlose Luftfrachtsendung aus dem deutschen Markt verschickt.