Braunschweig. Bisher hat das Luftfahrtbundesamt (LBA) erst 32 Vor-Ort-Prüfungen bei Unternehmen durchgeführt, die den Status des Reglementierten Beauftragten beantragt haben. Das teilte das LBA auf Anfrage der VerkehrsRundschau mit. Weil ab dem Stichtag 1. März 2008 der Status des Reglementierten Beauftragten laut EU-Recht nur noch nach einer Vor-Ort-Prüfung durch das LBA möglich ist, hatte die Behörde den mehr als 500 Anträgen von Luftfrachtspediteuren und Agenten vor diesem Stichtag zunächst nach Aktenlage entsprochen. Die zwingend vorgeschriebenen Vor-Ort-Prüfungen sollen nun in den kommenden Monaten nachgeholt werden. Bis dato hat das LBA 530 Zulassungen als Reglementierter Beauftragter erteilt. Wie Hans-Henning Mühlke, Abteilungsleiter Betrieb beim LBA, mitteilt, stehen derzeit 7 Auditoren für die Prüfungen zur Verfügung. Weitere Mitarbeiter sollen jedoch kurzfristig eingestellt werden, so dass man in Braunschweig davon ausgeht, die Audits in allen Niederlassungen der zugelassenen Unternehmen „mittelfristig“ nachholen zu können. Bisher seien die Ergebnisse bei den Audits zufriedenstellend. Nur in einem einzigen Fall führten sicherheitsrelevante Mängel zum sofortigen Entzug der Zulassung. (diwi) Lesen Sie mehr zum Thema Reglementierter Beauftragter in der aktuellen Ausgabe 20 der VerkehrsRundschau. Hier können Sie ein Abo bestellen.
Luftfracht: Erst 32 Audits bei Reglementierten Beauftragten
Das Luftfahrtbundesamt leidet bei den Vor-Ort-Kontrollen in den Niederlassungen unter knappen Personalressourcen