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Lücken beim kombinierten Verkehr abbauen

Die Studie betont auch die Bedeutung einer europäischen Harmonisierung im kombinierten Verkehr (Symbolbild)
© Foto: EB-Stock/dpa/picture-alliance

In einer Studie haben UIC und UIRR eine Bestandsaufnahme zum kombinierten Verkehr vorgelegt und geben Empfehlungen für die Gestaltung von reibungslosen Abläufen beim Betrieb.


Datum:
22.10.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Brüssel. Der kombinierte Verkehr sei für die Schiene bereits wichtig und habe sich als ein Marktsegment mit großem Potenzial erwiesen, sagte Eric Lambert, Vorsitzender der Fachgruppe Kombinierter Verkehr beim Internationalen Eisenbahnverband (UIC), bei einer Online-Veranstaltung anlässlich der breit angelegten Vergleichsstudie „Comparative Analysis on Combined Transport Usages and Standards“ (CACTUS) zum kombinierten Verkehr mit. Lambert betonte dabei, von welch großer Bedeutung reibungslos aufeinander abgestimmte Abläufe für die Operateure sind. Die Internationale Vereinigung für den Kombinierten Verkehr Schiene/Straße (UIRR) und der Internationale Eisenbahnverband (UIC) haben mit der Studie eine Bestandsaufnahme zum kombinierten Verkehr vorgelegt und Empfehlungen zur Beseitigung von Lücken, Überschneidungen und Widersprüchen entwickelt.

Derzeit wird der Betrieb des kombinierten Verkehrs durch verschiedene und nicht immer aufeinander abgestimmte Vorschriften und Normen (TSI, EN, IRS, ISO usw.) geregelt. Sie definieren die Konstruktions-/Prüfanforderungen für intermodale Ladeeinheiten (ILU) und legen die Bedingungen für die Kompatibilität der ILUs mit den verschiedenen Verkehrsträgern und für ihren Umschlag in den Terminals fest.

Erstellung einer spezifischen TSI

Als Schlüsselempfehlung fordert die Studie die Erstellung einer spezifischen TSI (Technische Spezifikationen für die Interoperabilität) für den kombinierten Verkehr, die die Aspekte der Infrastruktur, des Betriebs, des Verkehrsmanagements und der Teilsysteme der Fahrzeuge abdeckt, die für die Interoperabilität von Bedeutung sind. Darüber hinaus schlägt die Studie vor, die in den IRS der UIC beschriebenen Betriebsmethoden für den kombinierten Verkehr in die bestehende TSI für Güterwagen (TSI WAG) aufzunehmen.

Schließlich wird empfohlen, die Richtlinie 96/53/EG, geändert durch die EU-Richtlinie 2015/719, zu überarbeiten, um für den Schienenverkehr geeignete Sattelanhänger als intermodale Ladeeinheiten zu definieren. Außerdem geht es um die Überarbeitung einer Reihe von EN-Normen, die sich auf intermodale Ladeeinheiten beziehen sowie um die Einführung der neuen aktualisierten Anforderungen für Querverweise zwischen den Normen.

Ralf-Charley Schultze, Präsident der UIRR, erklärte, man hoffe, dass CACTUS dazu beitragen könne, dass eine spezifische TSI für den kombinierten Verkehr weiterverfolgt werde. „Die Interoperabilität ist auf dem Weg, was wir jetzt brauchen, ist eine europäische Harmonisierung“, sagte Schultze. (tb)

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