Grevenmacher/Luxemburg. Von Juli bis September hat Logwin das größte und modernste Sägewerk Russlands vom Hersteller in Bayern an seinen Bestimmungsort in Irkutsk/Russland transportiert. Das Gesamtgewicht der kompletten Anlage habe bei 1.500 Tonnen gelegen, teilte das Unternehmen mit. Dabei legte der Schwertransport insgesamt 8.000 Kilometer unter anderem mit der Transsibirschen Eisenbahn zurück. Auftraggeber war die bayerische Esterer WD GmbH (EWD). Für den Schwertransport setzte das Logwin 60 speziell umgebaute Open-Top-Container sowie fünf Spezialwaggons für übergroße Teile ein – das Schwerste brachte 18 Tonnen auf die Waage. Die Lieferung beinhaltete unter anderem eine Hochleistungs-Profilierlinie, eine flexible Bandsägen- und Kreissägenlinie sowie rund 140 laufende Meter an Schaltschränken. Start des Transports war die EWD-Produktionsstätte in Südbayern. Ab Salzburg bzw. Krems (Verladeort für Übergrößen) ging es mit Rail Cargo Austria weiter ins ukrainische Chop. Hier erfolgte wegen des Wechsels von Normal- auf Breitspur die Verladung in Waggons der Russischen Staatsbahn. Zielort war Ust-Kut in der Region Irkutsk am Baikalsee. Während die Waggons mit einem einzigen Zug befördert wurden, erfolgte der Transport der Container in mehreren Container-Gruppen per Bahn. Die Waggons mussten wegen der übergroßen Teile offen fahren und waren nur mit Planen abgedeckt. Aufgrund des hohen Warenwerts der Sägewerk-Maschinen traf Logwin besondere Sicherheitsvorkehrungen: Russische Sicherheitskräfte begleiteten den Transport in einem Personenwaggon ab der Ukraine. Nach Fertigstellung der Anlage sollen in Ust-Kut vor allem Kiefern und Lärchen mit Stammdurchmessern von 14 bis 80 Zentimetern verarbeitet werden. Die Montage des Sägewerks wird voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. (stb)
Logwin transportiert komplettes Sägewerk an den Baikalsee
Komplette Anlage legte 8.000 Kilometer lange Reise von Bayern ins russische Irkutsk zurück