Logistikkonzern HGK: Sondereffekt belastet Ergebnis

06.07.2026 09:04 Uhr | Lesezeit: 3 min
HGK Logistik Containerschiff
HGK steigert Umsatz trotz schwierigem Marktumfeld
© Foto: HGK Logistik

Die HGK-Gruppe steigert 2025 ihren Umsatz. Ein Sondereffekt bei RheinCargo belastet jedoch das Ergebnis des Logistik- und Hafenkonzerns.

HGK behauptet sich in schwierigem Marktumfeld

Die HGK-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds mit stabilen operativen Ergebnissen abgeschlossen. Geopolitische Krisen, schwache Konjunktur, Engpässe in der Infrastruktur sowie der anhaltende Fachkräftemangel belasteten die Branche. Dennoch konnte der Konzern seinen Umsatz steigern.

Die Erlöse der konsolidierten Gesellschaften erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 647 Millionen Euro.

Kerngeschäfte entwickeln sich robust

Nach Unternehmensangaben erreichten oder übertrafen sämtliche Geschäftsbereiche ihre Planungen. Besonders die Schifffahrtstochter HGK Shipping lieferte erneut Ergebnisse über den Erwartungen ab. Auch die Bereiche Logistics & Intermodal, Infrastructure & Maintenance sowie Real Estate trugen positiv zum operativen Ergebnis bei.

Damit bestätigte die Gruppe die Stabilität ihres breit aufgestellten Geschäftsmodells.

Sondereffekt belastet Konzernergebnis

Trotz der soliden operativen Entwicklung fiel das ausgewiesene Konzernergebnis negativ aus. Ursache war ein einmaliger Effekt im Zusammenhang mit der Beteiligung RheinCargo, die unter schwierigen Marktbedingungen im Schienengüterverkehr litt.

Neben der schwachen Konjunktur wirkten sich insbesondere Probleme der öffentlichen Schieneninfrastruktur auf Qualität und Effizienz aus. Vor diesem Hintergrund nahm die HGK eine Wertberichtigung auf die Beteiligung vor.

Das Konzernergebnis lag dadurch bei minus 14,1 Millionen Euro.

Digitalisierung und KI gewinnen an Bedeutung

Parallel zur operativen Entwicklung treibt die HGK ihre strategische Transformation weiter voran. Im Mittelpunkt stehen integrierte Logistiklösungen über mehrere Verkehrsträger hinweg sowie eine stärkere Digitalisierung von Prozessen.

So wurde unter anderem bei HGK Shipping ein Projekt zur Entwicklung eigener KI-Anwendungen gestartet. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu gestalten und Entscheidungen schneller treffen zu können.

Investitionen in Infrastruktur

Auch der Ausbau logistischer Infrastruktur spielte 2025 eine wichtige Rolle. Im Kölner Niehler Hafen wurde im Rahmen eines Förderprojekts erstmals eine vollständig digitale Erfassungsinfrastruktur für Warenbewegungen über verschiedene Verkehrsträger hinweg aufgebaut.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Unternehmensgruppe verstärkt mit Zukunftsthemen wie:

  • Kreislaufwirtschaft,
  • nachhaltigen Güterströmen,
  • sowie Energie- und Transformationsprojekten.

Fokus auf resiliente Lieferketten

Für die kommenden Jahre plant die HGK eine noch engere Verzahnung ihrer Geschäftsbereiche. Hintergrund sind strukturelle Veränderungen im Welthandel sowie neue Anforderungen an stabile und belastbare Lieferketten.

Die Unternehmensgruppe will deshalb ihre Organisation weiter auf integrierte Logistiklösungen ausrichten, um Kunden entlang der gesamten Transportkette stärker zu unterstützen.

Beschäftigung wächst weiter

Zum Jahresende 2025 beschäftigte die HGK-Gruppe rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zahl der Beschäftigten entwickelte sich weiter positiv.


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