Die Einführung der deutschen Lkw-Maut ab 2003 wird auch auf die Kosten für die Bevorratung der rund 16.000 Tankstellen mit Lkw durchschlagen. "Wir gehen von 90 Millionen Euro Zusatzkosten für die Versorgung der eingesetzten 3000 Tank-Lkw aus", sagte Peter Schlüter, Hauptgeschäftsführer im Mineralölwirtschaftsverband (MWV), auf der Jahrespressekonferenz seines Verbandes. Offen ließ Schlüter, wer am Ende für die zusätzlichen Logistikkosten aufzukommen habe. Schlüter ging außerdem auf die Kritik der Bundesregierung über die Höhe der Treibstoffpreise in Deutschland und vermeintliche Preisabsprachen der Mineralölkonzerne ein. Die Kritik sei "populistisch" und habe einzig zum Ziel, den "Marktwert" von Politikern zu steigern. Was den Mineralölverbrauch betrifft, erwartet der MWV für Deutschland einen Rückgang von derzeit 122 Millionen Tonnen auf 102 Millionen Tonnen bis 2020. Dennoch bleibe Mineralöl mit einem Anteil von 35 Prozent der Hauptenergieträger. (vr/eha)
Lkw-Maut kostet Mineralölwirtschaft 90 Millionen Euro
MWV rechnet mit sinkendem Mineralölverbrauch