Lkw-Maut: 20.000 Euro Strafe für Schwarzfahrer

13.06.2002 16:31 Uhr

Bodewig kündigt scharfe Kontrollen an

Mit Strafen bis zu 20.000 Euro müssen Fuhrunternehmen rechnen, die sich weigern das elektronische Abbuchungsgerät für die Lkw-Maut in ihre Fahrzeuge einzubauen oder die Maut manuell zu bezahlen. Das sagte Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Bundesregierung werde scharf kontrollieren und Schwarzfahrer zur Rechenschaft ziehen. Gespräche mit Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hätten ergeben, dass die Investitionen im Verkehrshaushalt des Bundes im kommenden Jahr um rund 750 Millionen Euro aufgestockt würden, sagte Bodewig weiter. Dieser Betrag entspreche dem Anteil der Einnahmen aus der Lkw-Maut, die nicht als Ausgleich für wegfallende Vignetteneinnahmen an Eichel oder als Entlastung an das Transportgewerbe flössen. Der Verkehrsminister schloss im übrigen aus, dass die Entlastung für das Transportgewerbe von 300 Millionen Euro im Jahr auf dem Wege der Rückerstattung der Mineralölsteuer noch einmal erhöht werde. Die Transportunternehmen würden verschweigen, dass sie künftig keine Gebühren für die Eurovignette mehr zahlen müssten, sagte Bodewig. Der Bundesverkehrsminister zeigte sich überzeugt, dass fast ein Drittel der Mauteinnahmen von 3,4 Milliarden Euro im Transitverkehr, und damit von der ausländischen Konkurrenz bezahlt werden müsse. (vr/jk)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.