-- Anzeige --

LKW-Höhe: Briten wehren sich gegen EU-Vorgabe

Der europäische Speditions- und Logistikdachverband warnt vor negativen Folgen: Maximal vier Meter hohe LKW-Anhänger schlecht für Großbritannien


Datum:
12.11.2010
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Brüssel. Der Europäische Speditions- und Logistikdachverband Clecat wendet sich gegen Pläne der EU-Kommission, die Höhe der LKW-Anhänger in einem künftigen Gesetzesentwurf auf die Maximalhöhe von vier Meter beschränken zu wollen. In Großbritannien würde dies negative Folgen haben, da dort viele Anhänger bis zu 4,30 Meter hoch seien. Das erlaube den Speditionsunternehmen, Fracht in Doppelstockverladung zu transportieren. Diese Möglichkeit würde mit einer Beschränkung auf vier Meter wegfallen. Als Konsequenz müssten dann mehr Fahrzeuge zur Beförderung der gleichen Gütermenge eingesetzt werden.

„Ein solcher Vorschlag der EU-Kommission würde auf den vereinten Widerstand der britischen Transportverbände sowie der Regierung stoßen", schreibt Clecat in einem Positionspapier. Britische Verbände hätten dargelegt, dass die durchschnittliche Anhängerauslastung mit Paletten vor allem bei der Belieferung von Supermärkten zurzeit bei 80 Prozent liege. Mit vier Meter hohen Anhängern könnte nur noch 50 Prozent des Laderaums genutzt werden.

„Im Straßenverkehr funktioniert in Großbritannien vieles anders als auf dem europäischen Festland, die Länge der Anhänger und das Fahren auf der anderen Straßenseite sind nur einige Beispiele", schreibt Clecat. Die mehr als vier Meter hohen Anhänger sollten in Großbritannien weiter erlaubt bleiben, um den Eigenarten des britischen Systems weiter gerecht zu werden und Effizienz, Wirtschaftlichkeit sowie Umweltverträglichkeit des dortigen Straßengütertransports weiter zu gewährleisten.

Die Regelungen für internationalen Straßenverkehr auf dem europäischen Festlandes stellt Clecat nicht in Frage. Die Maximalhöhe von vier Metern sei hier aufgrund vieler niedriger Brückendurchfahrten notwendig, vor allem in den Niederlanden. Zudem zeigt der Verband Verständnis für die Bestrebungen der EU-Kommission, durch einheitliche Standards der Laderaumflächen gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen für alle Unternehmen in allen EU-Ländern schaffen zu wollen. Im Falle Großbritanniens sei allerdings eine Ausnahme zu machen. Denn: „Eine Höhenbeschränkung würde nicht nur wirtschaftliche Schäden anrichten, sondern auch dem ausdrücklich formulierten Ziel entgegenlaufen, die Zahl der LKW-Fahrten und -Emissionen zu verringern", wie es im Clecat-Positionspapier heißt. (kw) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.