Landesverband rechnet mit massiven Jobabbau im Transportgewerbe

07.05.2009 16:24 Uhr

Die Erhöhung der LKW-Maut und die Finanzkrise gefährden in Mecklenburg-Vorpommern ein Sechstel der Arbeitsplätze im Transportgewerbe

Linstow. Die Erhöhung der LKW-Maut und die Finanzkrise gefährden in Mecklenburg-Vorpommern etwa 2000 der rund 12.000 Arbeitsplätze im Transportgewerbe. „Unter den derzeitigen Bedingungen fahren viele Firmen in die Pleite“, sagte der Geschäftsführer des Verkehrsgewerbe-Landesverbandes, Norbert Vogt, am heute am Rande der Landesverkehrskonferenz in Linstow. Wegen fehlender Aufträge sei im ersten Quartal ein Fünftel aller zugelassenen Lastwagen abgemeldet gewesen. Verbandspräsident Manfred Ruprecht forderte, die Mauterhöhung, die am 1. Januar in Kraft trat, wegen der Krise für zwei Jahre auszusetzen. „Man hatte uns zudem versprochen, die ab 2005 erhobene LKW-Maut fließe in neue Straßeninfrastruktur - stattdessen werden Bahn- und Schifffahrtsprojekte gefördert“, sagte Vogt. Das sei ein Unding. Die Branche braucht dem Verband zufolge dringend sowohl eine Entlastung bei Kosten, als auch den Straßenausbau. „Wir hatten schon bessere Straßen“, erklärte Vogt. So seien nach der Wende viele Straßen mit Asphalt „übertüncht“ worden, aber der Unterbau fehle, was sich jetzt räche. Als besondere Probleme nannte der Verkehrsgewerbeverband den Bau der Autobahn A 14 Magdeburg-Schwerin und die seit Jahren geforderte Umfahrung für Neubrandenburg. Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) verteidigte Investitionen in Häfen und in den Peene-Strom, weil damit die Straßen entlastet würden und das Klima geschont werde. Schlotmann kündigte die Fertigstellung des Nordabschnitts der A 14 zwischen Cambs und Jesendorf für Ende 2009 an. Die A-14-Planungsunterlagen bis zur Landesgrenze für den Lückenschluss Richtung Magdeburg seien beim Bundesverkehrsministerium eingereicht. Der Bau könne voraussichtlich 2011 beginnen. Weitere Ortsumgehungen seien 2009 für Loitz und 2010 für Anklam - wo man seit Jahren auf den letzten Abschnitt wartet - geplant. Für Neubrandenburg rechnet das Ministerium mit einem Baubeginn frühestens 2012. (dpa)

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