Das Transportunternehmen Lippe Logistik aus Lemgo hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Detmold gestellt. Das teilte die Thiel Logistik AG (Luxemburg) Ende Dezember mit, die 74,9 Prozent der LOG Beteiligungs-GmbH in Lemgo hält, deren 100-prozentige Tochtergesellschaft die Lippe Logistik ist. Diese beschäftigt 177 Mitarbeiter und kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von rund 13 Millionen Euro. (dpa/sb) Logistikauftrag - Die Deutsche Post hat einen 350 Millionen Euro umfassenden Auftrag des saudi-arabischen Ölproduzenten Saudi Aramco erhalten. Die Übernahme der Logistikaktivitäten für Saudi Aramco solle im Januar beginnen und schrittweise bis Mitte 2007 abgeschlossen sein, teilte die Post mit. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Es handele sich um eines der größten Geschäfte der Logistiksparte DHL Exel Supply Chain in der Region, hieß es weiter. Schwerpunkt des Abkommens ist die Entwicklung der landesweiten logistischen Infrastruktur und die Materialversorgung von Saudi Aramco durch DHL. (dpa/sb) Proteste - Gegen den geplanten Teilverkauf der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) haben am Montag Betriebsräte des Unternehmens beim Neujahrsempfang im Rathaus protestiert. Als Geschenk für Bürgermeister Ole von Beust (CDU) wählten sie das Modell einer Containerbrücke. „Hamburg braucht eine berechenbare und seriöse Hafenpolitik statt eines ideologisch begründeten Ausverkaufs – im Interesse der Arbeitsplätze und der Steuerungsfähigkeit im und für den Hafen“, hatten die Betriebsräte zuvor erklärt. „Dazu gehört zwingend eine starke HHLA, die komplett im Besitz der Stadt bleibt und ihre Zukunft aus eigener Kraft gestaltet.“ (dpa) Personalie - Anfang Januar tritt Martin Winterkorn sein neues Amt als VW-Konzernboss und Nachfolger von Bernd Pischetsrieder an. Der Stabwechsel soll dem Vernehmen nach unspektakulär verlaufen. Eine feierliche Amtsübergabe mit großer Feier sei nicht geplant, heißt es. Nach dem Wechsel dürfte sich im Konzern aber einiges ändern. Wichtigster Punkt: Die Struktur des Konzerns soll umgebaut werden, heißt es in Konzernkreisen. Künftig soll es eine Premiumgruppe mit Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini geben sowie eine Gruppe für das Massengeschäft mit Volkswagen, Seat und Skoda. Bislang teilt sich das PKW-Geschäft in die Markengruppen Volkswagen und Audi auf. Zur VW-Gruppe gehören die Stamm-Marke VW sowie Skoda, Bugatti und Bentley, die Audi-Gruppe vereint die Marken Audi, Seat und Lamborghini. (dpa/tz) Deutsche Bahn - Die Bahngewerkschaft Transnet will den Einstieg eines nur rendite-orientierten Anlegers bei der Deutschen Bahn AG verhindern. „Ein reiner Finanzinvestor, der pro Jahr 15 Prozent Rendite sehen will und kein Interesse an einer Weiterentwicklung der Bahn hat, kommt nicht in Frage“, sagte der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Der Bund solle einen Geldgeber suchen, der sein Kapital langfristig und sicher anlegen wolle. Hansen ist auch stellvertretender Vorsitzender des Bahn-Aufsichtsrates. (dpa/tz) Personaleinstellungen - Die Deutsche Lufthansa will in diesem Jahr rund 3000 Mitarbeiter einstellen. Gesucht würden unter anderem 1200 Flugbegleiter, 800 Mitarbeiter für die Passagierbetreuung am Boden und 240 Pilotenschüler, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Dienstag und bestätigte damit weitgehend einen Vorabbericht der „Bild“-Zeitung. Zum Teil würden neue Stellen geschaffen, zudem solle mit den Einstellungen die Fluktuation ausgeglichen werden. (dpa) Wirtschaft Wachstum - Der Flughafen Hahn will im Jahr 2007 beim Fracht- und Passagieraufkommen um rund 20 Prozent wachsen. „Wir werden das Wachstumstempo aufrechterhalten“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Stefano Wulf in einem dpa-Gespräch auf dem Hahn. Für 2006 rechne er mit rund 3,7 Millionen Passagieren und rund 120.000 Tonnen geflogener Fracht. Im Jahr 2005 hatte der Flughafen im Hunsrück rund 3,1 Millionen Passagiere und 107.000 Tonnen geflogene Fracht verzeichnet. Der Hahn ist damit nach eigenen Angaben der viertgrößte Frachtflughafen und der elftgrößte Passagierflughafen in Deutschland. (dpa) Treibstoffpreise - Die Kraftstoffpreise sind zum Jahreswechsel in Deutschland wie erwartet kräftig gestiegen. Der Liter Diesel sei an Neujahr im Schnitt um 5,7 Cent teurer gewesen als an Silvester, berichtete der ADAC am Dienstag in München. Die Benzinpreise stiegen im Schnitt um 5 Cent. Damit sei der Anstieg auf Grund von Mehrwertsteuererhöhung und des Beimischungszwangs für Biokomponenten im Treibstoff in etwa so stark ausgefallen wie vorher erwartet. (dpa) Verkehr Feinstaub - Frankfurt ist die einzige hessische Stadt, in der 2006 der EU-Grenzwert für Feinstaub häufiger als zugelassen überschritten wurde. An 54 Tagen wurden an der Messstation Friedberger Landstraße mehr als 50 Mikrogramm Feinstaubpartikel pro Kubikmeter Luft gemessen, eine Richtlinie der EU erlaubt Überschreitungen an maximal 35 Tagen im Jahr. (dpa) Unfallopfer - Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Unfalltoten in Thüringen wieder deutlich gestiegen. Bereits für die Zeit von Januar bis November registrierte das Landesamt für Statistik 206 Unfallopfer. Im gesamten Jahr davor waren es 197. Für die ersten elf Monate betrage die Zunahme zwölf Prozent. Gleichzeitig ging allerdings die Zahl der Unfälle um 1,9 Prozent auf 54.009 zurück sowie die Zahl der Verunglückten um 4,7 Prozent auf 10.418. (dpa) Mautflüchtige - Die Stadt Dinkelsbühl will den Kampf gegen die Mautflüchtlinge auf der Bundesstraße 25 nicht aufgeben. In der kommenden Woche startet sie in Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Dürrwangen eine Unterschriftenaktion für eine ganztägige Sperrung der Ausweichroute für den Schwerlastverkehr. Erst vor drei Wochen hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Nachtfahrverbot für Lastwagen auf der B 25 aufgehoben. Langfristig sei der Bau weiträumiger Ortsumgehungen nötig, sagte heute Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU). Angesichts der unerträglichen Lärmbelastung für die Bürger müsse jedoch sofort Abhilfe geschaffen werden. (dpa)
Kurz vermeldet: 2. Januar 2007
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