Der Hamburger Hafenkonzern HHLA investiert trotz der tiefen Krise der Containerschifffahrt in den Ausbau seiner Umschlaganlagen. Bis zum Sommer erhält der Containerterminal Burchardkai einen neuen Liegeplatz für Großschiffe mit fünf hochmodernen Tandem-Containerbrücken, teilte die HHLA am Dienstag in Hamburg mit. Zudem werden automatische Blocklager und eine neue Software zur Steuerung des Terminals in Betrieb genommen. Insgesamt investiert die HHLA von 2009 bis 2011 rund 600 Millionen Euro, das ist halb so viel wie ursprünglich geplant. Wegen des rückläufigen Containerumschlags, der bei der HHLA um rund ein Drittel geschrumpft sein dürfte, wurden geplante Investitionen verschoben. (dpa) Flugpläne - Die Lufthansa prüft eine Wiederaufnahme ihrer Flugverbindungen in den Irak. Es sei beabsichtigt, die Hauptstadt Bagdad und die nordirakische Stadt Erbil ab Frankfurt beziehungsweise ab München zu bedienen, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mit. Parallel zu einer zunehmenden Öffnung des Iraks für die zivile Luftfahrt wachse die Nachfrage nach Flügen in den vorderasiatischen Staat, hieß es zur Begründung. Geplant sind erste Flüge für diesen Sommer, sofern Rechtslage und Infrastruktur geklärt sind. Bagdad wurde von 1956 bis zum Beginn des Golfkrieges 1990 von der Lufthansa angeflogen. Erbil wird bereits von der Konzerngesellschaft Austrian Airlines ab Wien bedient. (dpa) Umweltfreundlich - Die Deutsche Bahn will mehr Ökostrom einsetzen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bahnstrom-Mix solle bis 2020 von nun 16 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden, teilte der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin mit. Mit dem Bremer Versorger SWB sei ein langfristiger Liefervertrag für Energie aus dessen Windpark Märkisch Linden abgeschlossen werden. Mit dessen Stromerzeugung könnten sechs ICE mit regenerativer Energie betrieben werden. Die Umweltorganisation Greenpeace nannte das Projekt unglaubwürdig. "Während symbolische Projekte als Meilensteine beim Klimaschutz gefeiert werden, lässt die Bahn in Datteln ein klimaschädliches Kohlekraftwerk errichten", kritisierte Greenpeace- Energieexperte Andree Böhling. Damit zeige die Bahn beim Klimaschutz leider ihr wahres Gesicht. Am Standort Datteln in Nordrhein-Westfalen ist ein Großkraftwerk des Eon-Konzerns geplant, Hauptabnehmer soll die Bahn sein. (dpa) Verkehr Straßenbau - Für den Straßenbau im Land Brandenburg sind im vergangenen Jahr 55 Millionen Euro mehr ausgegeben worden als in den Vorjahren. Ermöglicht worden sei dies durch die Konjunkturpakete der Bundesregierung und Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag in Potsdam mit. Damit konnten die Infrastruktur verbessert und die Bauwirtschaft in der Krise gestützt werden. Unter anderem sei an den Autobahnen A10, A12 und A24 sowie an den Ortsumfahrungen von Cottbus (B97/B168) und Spremberg (B97) gearbeitet worden. (tk/dpa)
Kurz vermeldet: 13. Januar 2010
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