Bremerhaven. Die bislang für den Bau der Transrapid-Strecke in Bayern vorgesehenen Bundesmittel sollen nach den Vorstellungen der Küstenländer jetzt in den Norden fließen. Das haben die Regierungschefs aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein heute während ihres Treffens in Bremerhaven gefordert. Das Geld müsse umgehend in den Ausbau der Hinterlandverbindungen für die großen Seehäfen investiert werden, forderten die Ministerpräsidenten. Für den Bau der Transrapid-Strecke zwischen München und dem Flughafen der Stadt waren insgesamt 925 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen. Der Ausbau der Hinterlandverbindungen insbesondere der Containerhäfen in Hamburg und Bremerhaven liegt nach Auffassung der Regierungschefs „im gesamtstaatlichen Interesse“. Angesichts der rasanten Entwicklung in den Häfen sei es eine „dringende Notwendigkeit sicherzustellen, dass auch die entsprechende Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung steht“, sagte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram (CDU). Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen (CDU) ist es naheliegend, die in Bayern nicht mehr benötigten Transrapid-Mittel nun nach Norddeutschland fließen zu lassen. „Es gab ja schon mal eine andere Planung“, erinnerte Carstensen an ursprünglich norddeutsche Pläne für eine Magnetschwebebahn. Mindestens 100 Millionen Euro erwarten die fünf norddeutschen Bundesländer aus Berlin für den Ausbau des Küstenschutzes. Das Thema wollen die Ministerpräsidenten in Kürze mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diskutieren. Küstenschutz sei keine Sache der Küstenländer, „sondern eine gesamtstaatliche Aufgabe“, sagte der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff (SPD): „Damit hoffen wir, bei der Kanzlerin durchzudringen.“ (dpa)
Küstenländer wollen Transrapid-Gelder
Die Ministerpräsidenten der Küstenländer fordern die vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 925 Millionen für Verkehrsprojekte