Der Gewinn vor Steuern liegt allerdings mit fast 110 Milliarden Schweizer Franken 15,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Gründe sind das verschlechterte Finanzergebniss und höherer Abschreibungen für Goodwill und Software, die nur teilweise durch verbesserte operationelle Ergebnisse in der internationalen Spedition und in der Kontraktlogistik kompensiert werden konnten. Angesichts des im ersten Halbjahr 2002 erwirtschafteten Jahresüberschusses von 73,5 Millionen Schweizer Franken, nach 83 Millionen Schweizer Franken im Vorjahreszeitraum, bestätigt die Geschäftsleitung der Kühne & Nagel ihre Gewinnerwartung von mindestens 150 Millionen Schweizer Franken für das laufende Geschäftsjahr. "Wir sind mit dem Ergebnis, das wir im ersten Halbjahr erzielt haben, zufrieden", sagt Klaus Herms, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, "zumal instabile Frachtraten und ein Tiefstand der Lagerbestände weltweit den Geschäftsgang beeinflussten." Herms bestätigt gleichzeitig die anhaltende Nachfrage der Kunden nach globalen integrierten Logistiklösungen.
Die weltweite wirtschaftliche Abschwächung veranlasste die Kunden, vor allem aus der Technologie- und Retailbranche in Nordamerika, ihre Lagerbestände drastisch zu reduzieren, was zu dem enttäuschenden Ergebnis des Geschäftsfeldes Lagerung führte. Das europäische Kontraktlogistikgeschäft und die Distributionsaktivitäten nahmen einen erfreulichen Verlauf, erhöhte Gewinnmargen und neue Geschäftsabschlüsse trugen zu dieser Entwicklung bei, teilt das Unternehmen mit. Der wichtigste Geschäftsbereich, die internationale Spedition, musste zwar leichte Umsatzeinbußen hinnehmen, konnte aber bei den Ertragsgrößen deutlich zulegen.