Mainz - Details der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Lastwagen-Maut sind bei Regierung und Opposition in Rheinland-Pfalz auf Kritik gestoßen. Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) bemängelte, dass die genaue Höhe der Mautgebühr und die Verwendung der Einnahmen ungeklärt seien. Grundsätzlich begrüße er aber die Einführung einer Autobahnmaut, die nach dem Gesetzentwurf im Jahr 2003 für Lastwagen ab zwölf Tonnen eingeführt werden soll CDU-Chef Christoph Böhr bezeichnete die Entscheidung in Berlin als «Abkassiererei». «Der Verbraucher darf die Zeche zahlen.» Er forderte eine Entlastung für das Transportgewerbe. Eine Lastwagen-Maut sei aber grundsätzlich ein «ökonomisch vernünftiges Modell zur Finanzierung der Verkehrswege», meinte der CDU-Fraktions- und Landeschef. Die von der Fahrstrecke abhängige Maut wird im Durchschnitt zwischen 27 und 37 Pfennig (14 bis 19 Euro-Cent) pro Kilometer liegen. (dpa)