Kraftstoffpreise sind stark gestiegen

01.07.2026 10:20 Uhr | Lesezeit: 3 min
Lkw tankt an Tankstelle: Zapfhahn befüllt Lkw-Tank
Die Rücknahme des Tankrabatts ist laut ADAC ungerechtfertigt vorweggenommen worden
© Foto: M. Perfectti/stock.adobe.com

Seit Mitternacht ist die Steuerermäßigung bei Kraftstoffen Geschichte und es zeigt sich, dass die Preise bei Benin und vor allem Diesel jetzt schon deutlich höher sind als am Morgen zuvor.

Die Kraftstoffpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts am Mittwoch, 1. Juli, bereits stark gestiegen. Um 8 Uhr war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Zusammen mit den Anstiegen vom Dienstagmorgen ist der Tankrabatt damit weitestgehend Geschichte.

Tankrabatt ist um Mitternacht ausgelaufen

Der Steuerrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf Kraftstoff bei der Lieferung an die Tankstelle war um Mitternacht ausgelaufen. Zu dieser Zeit konnten die Tankstellen ihre Preise wegen der 12-Uhr-Regel zwar nicht erhöhen, offensichtlich haben viele aber nach dem hohen Preissprung am Dienstagmittag nur wenig gesenkt. Normalerweise sinken die Preise nach dem seit Einführung der 12-Uhr-Regel üblichen Mittagssprung bereits am Nachmittag stark und erreichen am Vormittag ihr Tagestief. Diese Schwankungsbreite war zuletzt sehr hoch – teilweise betrug sie um die 20 Cent. Nun fiel sie sehr niedrig aus.

Starker Anstieg beim Diesel

Durch den ausgebliebenen starken Rückgang wuchs der Preisaufschlag im Vergleich zum jeweils gleichen Zeitpunkt am Vortag sukzessive an. Am frühen Nachmittag waren es laut ADAC erst fünf bis sieben Cent, am Abend bereits 12 bis 15 Cent und am Morgen nun die oben genannten Werte. Ein Liter Super E10 kostete laut ADAC um 8 Uhr im bundesweiten Durchschnitt 1,971 Euro. Ein Liter Diesel 1,913 Euro. Sollten die Preise sich im weiteren Tagesverlauf wieder ähnlich entwickeln wie in den letzten Monaten dürfte zumindest der Benzinpreis wieder über zwei Euro pro Liter steigen. Sicher ist dies aber nicht.

ADAC sieht ein fragwürdiges Vorgehen

Die Rücknahme des Tankrabatts sei damit ungerechtfertigt vorweggenommen worden, heißt es vom ADAC. Dieses Vorgehen sei fragwürdig, „denn noch befindet sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen“. Daher hätten die Preise nicht schon am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen. Vereinzelt gab es am Mittwochmorgen allerdings noch Tankstellen mit Preisen unter 1,80 Euro – vor allem bei Diesel. Mit der Preiserhöhung am Mittwochmittag dürften die meisten dieser günstigen Angebote laut ADAC „aber verschwinden“.


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