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Konsortium erprobt Einlagerung von Wasserstoff in Kavernen in Etzel

In Friedeburg startet ein neues Projekt zur Wasserstoff-Einspeicherung
© Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Das Projekt „H2Cast Etzel“ wird mit acht Millionen Euro vom Umweltministerium des Landkreises Wittmund unterstützt.


Datum:
03.02.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher/ dpa
Lesezeit: 
2 min
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Friedeburg. Mit einem Pilotprojekt will ein Konsortium um den Kavernenbetreiber Storag die Speicherung von Wasserstoff in Kavernen eines Salzstocks im ostfriesischen Etzel erproben. Für das Vorhaben überreichte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag dem Konsortium bei Friedeburg (Landkreis Wittmund) eine Förderung von acht Millionen Euro. Das Konsortium will selbst einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag investieren. Es ist nach Angaben der Initiatoren das erste Projekt dieser Art zur Speicherung von Wasserstoff in Niedersachsen.

Mit dem Forschungsprojekt „H2Cast Etzel“ will das Konsortium die Umrüstung bestehender Kavernen und Anlagen in Etzel für die künftige Speicherung von Wasserstoff erproben. Zudem soll auch der operative Speicherbetrieb getestet werden. Bislang werden in 51 Kavernen in Etzel etwa 4,3 Milliarden Kubikmeter Gas und in 24 weiteren Kavernen rund 10 Millionen Kubikmeter Rohöl gelagert.

Bei dem Pilotprojekt sollen zwei unterirdische Testkavernen mit etwa 100 Tonnen Wasserstoff gefüllt werden, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Die Vorarbeiten dafür sollen noch in diesem Frühjahr beginnen, das Einlagern selbst ist für 2024 geplant. Da es bislang in der Region kein Pipelinenetz für Wasserstoff gibt, soll dieser mit speziellen Tanklastzügen angeliefert werden.

Der kaufmännischer Storag-Geschäftsführer Boris Richter sagte, das Pilotprojekt diene auch dazu, die Kavernenanlage langfristig weiterzuentwickeln. „Die Bedeutung von Kavernen wird noch zunehmen in der Wasserstoffwirtschaft“, sagte er. Denn ein Großteil des Wasserstoffes müsse künftig importiert werden, etwa über den nahegelegenen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Wenn Import und Nachfrage auseinander klafften, brauche man große Speicherkapazitäten als Puffer. „Diese Pufferfunktion ist elementar für die Versorgungssicherheit Niedersachsens, Deutschlands und Europas“, sagte Richter. (ste/dpa)

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