Kongress: 4PL steckt noch in den Anfängen

17.06.2002 07:00 Uhr

Die Logistikbranche hat ein neues Modewort: 4PL oder 4th Party Logistics. Kein Wunder also, dass das Kuratorium der Kühne-Stiftung genau dieses Phänomen zum Thema ihrer Logistiktage machte.

Diese wurden am 13. Juni am Stammsitz des Kühne & Nagel-Konzerns im schweizerischen Schindellegi vor gut hundert Teilnehmern aus der Taufe gehoben. Die Veranstaltung mit dem Titel "Supply-Chain-Steuerung & Services – Erfolgsstrategie 4 PL" wollte die Probleme und Chancen dieses neuen Konzeptes beleuchten. Auf die Probleme, die ein Outsourcen des Supply-Chain-Management (SCM) aufwirft, gingen dann vor allem die Referenten aus der Ecke der Logistik- und IT-Dienstleister ein. Adi Stahuber von i2 Technologies sorgt für Ernüchterung: "Es gibt keine ausgereifte SCM-Software für E-Commerce-Anwendungen." Und Frank Blochmann von TX Logistics machte sogar ein fundamentales Defizit aus: "Es ist für den Kunden schwierig, die Aufgabe überhaupt erst zu definieren." Doch dem stellten die Referenten aus dem Verladerlager, seien es nun Hersteller wie der Aufzugbauer Schindler oder Handelsunternehmen wie die Schweizer Kaufhauskette Manor, ihre Erfolgsstories gegenüber. Durch das Programm der beiden Tage führte Professor Helmut Baumgarten von der Technischen Universität Berlin, während die Marburger Logistikprofessorin Ingrid Göpfert die Podiumsdiskussion moderierte. Diese versuchte, 4PL gegenüber anderen logistischen Dienstleistungsformen abzugrenzen und die Ertragspotentiale dieses neue Konzept abzuschätzen. Fazit: Die Verlader stehen 4 PL eher skeptisch gegenüber.

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