Kombiverkehr transportiert erneut Rekordmenge

02.02.2009 16:36 Uhr
Kombiverkehr
Kombiverkehr transportierte 2008 erneut mehr als eine Million Sendungen (Bild: Kombiverkehr)
© Foto: Kombiverkehr

Trotz Nachfragerückgang im vierten Quartal 2008 bleibt Kombiverkehr auf Wachstumskurs: Operateur reagiert mit flexiblen Monatsfahrplänen

Frankfurt/Main. Kombiverkehr hat 2008 trotz der beginnenden Rezession eine neue Rekordmenge transportiert. Die Zahl der transportierten Sendungen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 20.000 auf 1,021 Millionen (2,043 Millionen TEU). Das waren 2,0 Prozent mehr als im Rekordjahr 2007. „Angesichts der weltweiten Krisenstimmung können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein", bilanziert Robert Breuhahn, Geschäftsführer von Kombiverkehr. Es habe sich bislang gezeigt, dass Kombiverkehr durch seine breite Aufstellung nicht so stark von der Krise betroffen sei. Breuhahn und sein Geschäftsführer-Kollege Armin Riedl zählen drei Gründe auf, warum auch im kommenden Jahr Zuwachs möglich sei: „Wir haben einen relativ geringen Anteil von Container-Hinterlandverkehren, der in nahezu allen Seehäfen besonders starke Rückgänge zu verzeichnen hat. Unsere Kunden sind für unterschiedlichste Branchen tätig. Daher gibt es im Kundenportfolio keine signifikante Konzentration auf besonders betroffene Branchen wie die Automobilindustrie." Zudem seien 2008 die Impulse vor allem aus dem internationalen Verkehr gekommen. Im Jahr 2009 könnte aber der nationale Verkehr wieder zulegen, wenn etwa die Konjunkturpakete in Deutschland Wirkung zeigen. „Deshalb ist es von Vorteil, dass wir neben unseren internationalen Verkehren nach wie vor ein starkes Standbein in den nationalen Verkehren in Deutschland haben", betont Breuhahn. Eine Gesamtprognose für das Jahr 2009 sei derzeit aufgrund der kaum einzuschätzenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nur schwer möglich. Insgesamt rechnen die beiden Geschäftsführer für die zweite Jahreshälfte wieder mit einer Belebung der Nachfrage. Auf den aktuellen Nachfragerückgang, der im vierten Quartal 2008 begann, hat Kombiverkehr mit einer erhöhten Flexibilität im Angebot reagiert. Entgegen der bislang üblichen mittelfristigen Planungen erhalten die Kunden derzeit frühzeitig Monatsfahrpläne, in denen das Angebot an die jeweilige Nachfragesituation angepasst werde. „Wir analysieren die Lage sehr sorgfältig und haben nach genauer Abwägung Zugabfahrten entsprechend der Nachfrage temporär ausgelegt", so Breuhahn. „Nach Möglichkeit würden nicht ganze Verbindungen wegfallen, sondern nur die Abfahrtsfrequenz einzelner Züge reduziert. (sb)

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