Knorr-Eigner Thiele kündigt nach Börsengang gemeinnützige Stiftung an

16.10.2018 14:00 Uhr

Der Börsengang von Knorr-Bremse ist geglückt. Nun plant der Mehrheitseigner, "Kultur und Bildung" zu fördern.

München. Der Mehrheitseigner des Bremsenherstellers Knorr-Bremse, Heinz Hermann Thiele, will den Erlös aus dem milliardenschweren Börsengang seines Unternehmens in eine gemeinnützige Stiftung einbringen. „Wir fördern mit unserem Geld hauptsächlich Kultur und Bildung”, sagte Thiele der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Außerdem kündigte er Investitionen in andere Unternehmen an und habe dafür schon die ein oder andere Firma im Blick.

In einem angespannten Marktumfeld war Knorr-Bremse am vergangenen Freitag ein solider Börsengang geglückt. Der erste Kurs lag zehn Cent über dem Ausgabepreis von 80 Euro, der etwa in der Mitte der Platzierungsspanne von 72 bis 87 Euro gelegen hatte. Zuletzt lag der Kurs rund 2 Prozent über dem Ausgabepreis.

Börsenwert bei 13 Milliarden Euro

Nach dem Börsengang mit einem Volumen von knapp 3,9 Milliarden Euro liegt der Börsenwert des Bremsenherstellers jetzt bei rund 13 Milliarden Euro. Die Mehrheit von 70 Prozent der Anteile hält nach wie vor Ex-Chef Thiele. Der 77-Jährige ist Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats, den Vorsitz hatte er vor gut zwei Jahren abgegeben.

Das Unternehmen stellt Bremssysteme für Züge und Lastwagen her und erwartet für das Geschäftsjahr 2018 6,4 bis 6,6 Milliarden Euro Umsatz, nach einem Plus von 13,7 Prozent 2017. Der Konzern mit Sitz in München hat nach eigenen Angaben an acht Standorten in Deutschland mehr als 5600 Mitarbeiter, weltweit sind es rund 28 000.

Bei den neuen Aktionären kamen laut Thiele zu 80 bis 90 Prozent institutionelle Investoren zum Zuge. „Wir wollen langfristige Partner, keine Spekulanten, die nur drei Tage dabei sind.” (dpa)

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