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Klimaschutz: Verkehrssektor bleibt das Sorgenkind

20.03.2024 09:40 Uhr | Lesezeit: 3 min
Nahaufnahme vom Auspuff eines Lkw
Der Verkehrssektor dekarbonisiere dreimal langsamer als der Rest der Wirtschaft, so T&E
© Foto: picture alliance / Caro | Sorge

Der Anteil des Verkehrssektors an den Gesamtemissionen in Europa könnte in den kommenden Jahren steigen, warnt eine aktuelle Studie, in der zusätzliche Maßnahmen zur Reduzierung gefordert werden.

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In Europa werde der Verkehr im Jahr 2030 fast die Hälfte aller Treibhausgasemissionen ausmachen, so eine Analyse von Transport & Environment (T&E). Während die Emissionen der Gesamtwirtschaft sinken, würden die Emissionen im Verkehrssektor weiter zunehmen, so die Analyse von T&E, der Dachorganisation mehrerer nichtstaatlicher europäischen Organisationen, die sich für einen nachhaltigen Verkehr einsetzen.


Der Verkehrssektor würde sich dreimal langsamer dekarbonisieren als der Rest der Wirtschaft, schreibt T&E weiter. Unter den derzeitigen klimapolitischen Maßnahmen könnte der Anteil des Verkehrs an den Treibhausgasemissionen insgesamt von heute 29 Prozent auf 44 Prozent im Jahr 2030 steigen. Die verkehrsbedingten Emissionen in der EU entspreche derzeit in etwa der Summe aller Emissionen von Deutschland und den Niederlanden zusammen.

„Auf europäischer Ebene zeichnet sich das gleiche Bild ab, wie in Deutschland: der Verkehrssektor bleibt das Sorgenkind“, sagte Sebastian Bock, Geschäftsführer von T&E Deutschland. „Statt in Brüssel bereits vereinbarte Klimaschutzmaßnahmen zu sabotieren und blockieren, sollte Deutschland endlich wieder Führung zeigen und alles dafür tun, damit der Verkehrssektor möglichst schnell die Emissionen senkt.”

In der Analyse untersucht T&E die Auswirkungen der EU-Klimaregelungen auf die Verkehrsemissionen und kommt zu dem Ergebnis, dass sie die Verkehrsemissionen 2040 um nur 25 Prozent und 2050 um 62 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 verringern werden. Fahrzeuge, die bis Mitte der 2030er Jahre gekauft werden, werden noch jahrelang auf den europäischen Straßen unterwegs sein und Benzin und Diesel verbrennen.

Luftverkehr macht Reduzierungen zunichte

T&E fordert „zusätzliche Anstrengungen“, um den Verkehr vollständig zu dekarbonisieren und nennt unter anderem: ein Stopp des Ausbaus neuer Flughafen- und Autobahnkapazitäten, ehrgeizige und verbindliche Zielvorgaben für den Kauf von E-Autos für Unternehmen, die aufgrund ihrer großen Fahrzeugflotten den Übergang zur E-Mobilität beschleunigen können, eine direkte Elektrifizierung des Straßenverkehrs, da diese „mehr als zweimal effizienter sei als die Nutzung von Wasserstoff und viermal effizienter als die Nutzung von E-Fuels.

Abschließend kommt T&E auch auf die verschiedenen Verkehrssektoren zu sprechen: „Vorläufige Daten zeigen, dass die Emissionen des Straßenverkehrs im vergangenen Jahr um acht Millionen Tonnen CO2e und die des Schiffsverkehrs um fünf Millionen Tonnen CO2e gesunken sind. Dieser Rückgang wurde durch den anhaltenden Aufschwung im Luftverkehr zunichte gemacht. Hier stiegen die Emissionen um 15 MtCO2e.“

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