Für eine nachhaltige Senkung der Trassenpreise auf dem Schienennetz der Deutsche Bahn AG (DB) hat sich Hans-Jürgen Warda, Mitglied der Geschäftsführung der Optimus Logistics GmbH (Essen), ausgesprochen. Das Unternehmen ist die Konzernspedition der Karstadt Quelle AG und setzt jährlich 1,2 Milliarden Mark um. Warda sagte am Mittwoch vor Journalisten in Hamburg: "Wenn die Bahn im deutschen Schienengüterverkehr eine Chance bekommen soll, dann brauchen wir erträgliche Trassenpreise. Erträglich heißt: 5 Mark pro Kilometer." Dies sei ein erster Schritt, um die Attraktivität der Schiene wieder zu steigern. Warda ging mit seiner Kritik noch einen Schritt weiter. Als "strategischer Fehler" habe es sich aus seiner Sicht erwiesen, dass sich die Bahn in den letzten Jahren reihenweise von Umschlagpunkten getrennt habe, über die die Innenstadtbelieferung über kurze Wege hätte erfolgen können. Statt dessen habe man auf den Bau von Terminal-Großanlagen am Rande der Metropolen gesetzt. Hierdurch sei die Versorgung der Innenstädte zunehmend teurer geworden. Warda: "Große Containerterminals sind der Kostentreiber für das Transportsystem Schiene." Das Unternehmen Optimus AG ist aus der 1988 gegründeten Katrans Spedition hervorgegangen. Optimus arbeitet gemeinsam mit der ABX Logistics an der bundesweiten Ver- und Entsorgung der Karstadt-Verkaufsfilialen. Bei ABX ist zudem die komplette Logistik der Woolworth-Geschäfte angesiedelt. In beiden Fällen spielt der Verkehrsträger Bahn eine entscheidende Rolle. (vr/eha)
Klare Forderung an die Politik: "Trassenpreise auf 5 DM senken!"
Terminal-Großanlagen seien ein Kostentreiber für das Transportsystem.