Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um über 80 Prozent auf knapp 32 Millionen US-Dollar ein. Und wenn der Umsatz fällt, steigt meistens der Verlust. So auch bei den Kaliforniern. Der Pro-Forma-Netto-Verlust verdoppelte sich im gleichen Zeitraum auf 55,4 Millionen US-Dollar. Im Pro-Froma-Ergebnis sind Einmaleffekte und Abschreibungen nicht enthalten. Es entspricht dem operativen Ergebnis. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Quartal Verluste von rund 220 Millionen US-Dollar angehäuft. Beunruhigen an der Entwicklung der Zahlen, ist dass der Anteil der Lizenzerlöse am Umsatz stark rückläufig ist. Will heißen die Nachfrage nach den Produkten von Commerce One ist mau. Dies wird vor allem dann zum Problem, wenn die im ersten Quartal vorgestellte neuen Version fünf der Software ebenfalls keine Käufer findet. Das Unternehmen hat vorsorglich schon mal eine weitere Entlassungswelle angekündigt. Jeder Dritte soll gehen, dann beschäftigt das Unternehmen noch etwa 1100 Menschen. Commerce One-Vorstand Mark Hoffmann glaubt, dass sein Unternehmen dank der beschleunigten Neuentwicklungen und der strengen Kostenkontrolle für den kommenden Aufschwung gut aufgestellt ist. Spätestens im zweiten Halbjahr werden die Verkaufs- und Ergebniszahlen beweisen, ob Hoffmann Recht behält, oder einem Irrglauben aufgesessen ist.
Keiner kauft Commerce One-Software
Der SAP-Partner und Online-Marktplatzbauer Commerce One hat im ersten Quartal 2002 quasi gar nichts verkauft.