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Keine Beschwerden über 25 Meter-LKW: Modellphase beendet

Überlange LKW stehen immer wieder in der Diskussion (Bild: Daimler)
© Foto: Daimler

Der zwei Jahre lang erprobte "Eco-Combi" der Daimler AG hat nach Ansicht der Landesregierung keine negativen Auswirkungen auf den Verkehr rund um Stuttgart gehabt


Datum:
01.10.2008
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Stuttgart. Der zwei Jahre lang erprobte 25-Meter-LKW "Eco-Combi" der Daimler AG hat nach Ansicht der Landesregierung keine negativen Auswirkungen auf den Verkehr rund um Stuttgart gehabt. Wie aus einer Anfrage des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen, Werner Wölfle, an das Innenministerium hervorgeht, gab es keine Beschwerden von Verkehrsteilnehmern über das 60 Tonnen schwere Fahrzeug. "Die Fahrzeugkombinationen fügten sich unauffällig in den Verkehrsablauf ein", hieß es dazu im Ministerium. Der zunächst auf zwei Jahre bis zum 30. September 2008 befristete Modellversuch werde nicht verlängert, weitere Modellversuche seien "aktuell nicht beabsichtigt", sagte eine Behördensprecherin weiter. "Solche Monstertrucks mögen eine richtige technische Lösung für das australische Outback sein, in unserem dicht besiedelten Land mit engen Ortsdurchfahrten haben sie nichts zu suchen", sagte Wölfle. Güter gehörten auf die Schiene. Das Innenministerium will nun den Landtag über die Bewertung des Modellversuchs unterrichten. Das Stuttgarter Regierungspräsidium hatte in den Jahren 2006 und 2007 Sondergenehmigungen für die Fahrten von zwei Riesensattelzügen auf bestimmten Strecken erteilt. So transportierte ein Fahrzeug Motoren vom heutigen Mercedes-Benz-Motorenwerk in Stuttgart-Untertürkheim zum PKW-Montagewerk nach Sindelfingen. Der Autoclub ACE sah in den "Gigalinern", die rund sieben Meter länger sind als übliche Gliederzüge ein Sicherheitsrisiko. Sollte es langfristig zu einem vermehrten Einsatz der neuen Fahrzeuge kommen, fürchtet der ACE eine zunehmende Verlagerung des Schienenverkehrs auf die Straße. Befürworter argumentierten, dass der Riesensattelzug die Umwelt weniger verpeste und bei weniger Verbrauch mehr Lasten transportieren könne. Außerdem habe dieses Fahrzeug einen sogenannten Active Break Assist - dieses System soll Auffahrunfälle verhindern. Nach heutigem Stand dürfen Gliederzüge in Deutschland nicht länger als 18,75 Meter lang und 40 Tonnen schwer sein. (dpa/sb)

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