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Kaum Entlastung in Sicht bei den Schwerlast- und Kranspezialisten

Jahreshauptversammlung des Bundesverbands Schwertransporte und Kranarbeiten 2023
Die VerkehrsRundschau war bei der Jahreshauptversammlung des Bundesverbands Schwertransporte und Kranarbeiten dabei
© Foto: Gerhard Grünig/ VerkehrsRundschau

Die Schwerlast- und Kranspezialisten in Deutschland leiden unter schleppenden Genehmigungsverfahren, ausuferndem Bürokratismus und vor allem unter dem Föderalismus – jedes Bundesland hat eigene Regeln. Wie unter anderem eine Podiumsdiskussion zeigte, wird sich da so schnell nichts ändern, meint VR-Chefredakteur Gerhard Grünig.


Datum:
16.10.2023
Autor:
Gerhard Grünig
Lesezeit:
3 min
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Man muss es Staatssekretär Oliver Luksic einerseits hoch anrechnen, dass er sich quasi in die Höhle des Löwen begeben hat. Andererseits erlebte man bei der Jahreshauptversammlung der BSK in Frankfurt/Main einen bislang wenig bekannten, eher dünnhäutigen Luksic – der allerdings in bekannter Manier Verantwortlichkeiten gerne in Richtung Länder weiterschiebt.

Bekanntermaßen leidet das Schwerlast- und Krangewerbe seit Jahren an einer ausufernden Bürokratie. 300-seitige Genehmigung beim Transport von Schwergut über mehrere Bundesländergrenzen sind eher die Regel, denn die Ausnahme. Die in die Autobahn GmbH gesetzte Hoffnung, es möge besser werden, hat sich bislang nicht wirklich erfüllt. Zwar zeigte die Podiumsdiskussion, dass die aufgelaufenen 30.000 Genehmigungen auf aktuell rund ein Drittel abgebaut wurde. Doch, so BSK-Vorstand Andrea Kahl, gab es überproportional viele Ablehnungen. Das, so der Schwerlastunternehmer Kahl, sei vor allem dem Umstand geschuldet, dass Prüfingenieure fehlen und es einigen der Autobahn-Mitarbeiter an der nötigen Kompetenz fehlt. Doch Kahl, bekannt für seine klaren Worte, war nicht der einzige, der auf dem Podium seinem Ärger Luft machte. Mit ihm diskutierten BGL-Vorstand Prof. Dirk Engelhardt, Uta Maria Pfeiffer, Abteilungsleiterin Mobilität und Logistik beim BDI sowie BMDV-Staatssekretär sowie Oliver Luksic.

Als Zuhörer konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es trotz des häufigeren Austausch der Protagonisten und einer inzwischen gegründeten Interessensvertretung hinter den Kulissen ein wenig brodelt. Angesichts der geäußerten Vorwürfe – es war wieder einmal von billigend in Kauf genommener Deindustrialisierung die Rede, zeigte sich Oliver Luksic ein wenig in die Enge getrieben und verwies immer wieder auf die Verantwortlichkeit der Bundesländer. Die Stimmung im Publikum war dann auch eher: Wofür haben wir denn ein Bundesverkehrsministerium, wenn die oberste Behörde und deren Chef Volker Wissing nix bewegen kann …

Am Ende verständiget man sich mal wieder darauf, den Dialog weiterzuführen und an einer weiteren Verbesserung zu arbeiten. Dem Vernehmen nach soll es jetzt endlich zu einer Fortsetzung des vor einem halben Jahr ins Leben gerufenen Runden Tischs führen. Die VR berichtet, wenn es soweit ist.

Nicht zu vergessen nutzte die BSK die Versammlung, um einen neuen Aufsichtsrat zu wählen. Als Kandidaten wurden einstimmig gewählt: Andrea Kahl, Holger Dechant, Johann Evers, Jörn Demmer sowie Marcus Pieper. Als Ausschutzvorsitzender „Begleitung &Technik“ wurde Thomas Gollmer bestätigt. Die Ausschüsse „Kran & Technik“ sowie „Schwertransport & Technik“ entschieden Stephan Burckhardt und Arno Alt für sich.    

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