Bonn/Essen. Das Bundeskartellamt nimmt sich mehr Zeit für die Prüfung des Verkaufs der Logistikaktivitäten von KarstadtQuelle an die Post-Tochter DHL. Nach vierwöchiger Vorprüfung sei nun das Hauptprüfverfahren eingeleitet worden, sagte eine Behördensprecherin heute in Bonn auf Anfrage. Dies kann eine Verlängerung der Untersuchung bis Anfang Juli bedeuten. Die Sprecherin nannte dies einen normalen Vorgang. Die Einleitung der Hauptprüfung sei kein Indiz für den Ausgang des Verfahrens. DHL hatte bereits zum 1. April für Teilbereiche der Karstadt-Logistik, die kartellrechtlich unbedenklich sind, die Verantwortung übernommen. Der angeschlagene Handelskonzern KarstadtQuelle hofft, dass die Wettbewerbshüter für das Gesamtpaket bis Mai endgültig grünes Licht geben. Die Behörde wertet derzeit Fragebögen aus, die an Wettbewerber verschickt worden waren. Ende Januar hatte KarstadtQuelle für mehr als 200 Millionen Euro die Warenhauslogistik sowie die Groß- und Stückgut-Logistik an DHL verkauft. Die beiden Bereiche haben zusammen ein jährliches Umsatzvolumen von rund 530 Millionen Euro. (dpa)
KarstadtQuelle-Logistik: Kartellamt beginnt Hauptprüfverfahren
Die Bundesbehörde nimmt sich offenbar mehr Zeit für die Prüfung der Übernahme Logistikaktivitäten des Handelskonzerns durch DHL