Jungheinrich lässt sich nicht in die Karten schauen

26.04.2002 07:00 Uhr

Für den Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich geht das neue Jahr los, wie das alte geendet hat – mit rückläufigen Auftragseingängen.

Die Konjunktur sei schuld, heißt es in der Erklärung des Konzerns. Und das ist sie sicher auch. Verglichen mit dem starken ersten Quartal 2001 verzeichnete das Unternehmen ein Minus von elf Prozent. Das entspreche der momentanen Entwicklung des Marktes. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei der Umsatz im ersten Quartal 2002 um 6,6 Prozent auf 352 Millionen Euro gesunken. Die Ebit-Umsatzrendite sei um 0,5 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gefallen, schreiben die Hamburger in ihrer Erklärung. Während der Konzern das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) für das in der Tat gute Geschäftsjahr 2001 bereitwillig mitteilt, unterläßt er dies für das erste Quartal 2002. Stift und Papier verschaffen Klarheit warum: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist um 18,5 Prozent auf 12,3 Millionen Euro eingebrochen. Das klingt nicht mehr so harmlos wie um 0,5 Prozentpunkte gesunken. Ähnlich verschleiert ist auch der Ausblick auf das Gesamtjahr. Jungheinrich sei zuversichtlich "trotz der gegenwärtigen Konjunkturschwäche unsere Wettbewerbsposition auch im Jahr 2002 wachstums- und ergebnisorientiert weiter verbessern zu können", so der Vorstandsvorsitzende Cletus von Pichler zu den von ihm vorgelegten Zahlen für 2001. Was das genau heißt ist offen. Im vergangenen Jahr hat der Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Jahr 2000 um 2,4 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro gesteigert. Dabei war der Umsatz im Inland rückläufig, wurde aber durch den Zuwachs im Auslandsgeschäft mehr als ausgeglichen. Auch unter dem Strich gab es eine Verbesserung zu vermelden. Das Ebit legte um 28,5 Prozent auf gut 70 Millionen Euro zu, der Jahresüberschuss stieg im gleichen Zeitraum von 32 auf 39 Millionen Euro. Tragende Säulen der Entwicklung waren das verbesserte Mietgeschäft und der weniger konjunkturabhängige Kundendienst.

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