Die für diesen Freitag angekündigten Streiks im italienischen Flugverkehr haben offene Empörung des römischen Verkehrsministers Pietro Lunardi ausgelöst. "Die Bürger zahlen einen hohen Preis", sagte der Minister. Er forderte die Gewerkschaften auf, bei ihren Aktionen "mehr Respekt vor den Menschen" zu zeigen. Den Minister ärgert es offenbar vor allem, dass der Ausstand in die Ferienzeit fällt und Touristen festsitzen. Die Streiks der linken Transportgewerkschaft CGIL und der Fluglotsen in Rom sollten um 12.30 Uhr beginnen. Allein die italienische Fluglinie Alitalia streicht 151 Flüge, davon 70 internationale Verbindungen. Auch Flüge von und nach Deutschland sind betroffen. Insgesamt sitzen 27 000 Alitalia-Passagiere fest und müssen umbuchen. Die Gewerkschaft setzt sich mit dem Ausstand gegen eine Aufweichung des gesetzlichen Kündigungsschutzes zur Wehr. Außerdem wollen die Fluglotsen Gehaltserhöhungen durchsetzen. (vr/dpa)
Italiens Verkehrsminister empört über Streiks im Luftverkehr
Lunardi fordert von den Gewerkschaften "mehr Respekt vor den Menschen"