Mailand. Die oberitalienischen Städte Brescia, Bergamo und Mailand werden künftig enger miteinander verbunden sein. Denn jetzt ist die Finanzierung des seit 1999 geplanten Projekts für eine neue Autobahn endgültig gesichert. 750 Millionen Euro soll sie kosten. Unternehmerverbände der drei betroffenen Provinzen, sowie die entsprechenden Handelskammern beteiligen sich am Projekt. Die neue Autobahn soll die alte Strecke entlasten, die heute, völlig überlastet, täglich von 150.000 Kraftfahrzeugen benutzt wird mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h. Der Unternehmerverband der Region Lombardei hatte ausgerechnet, daß durch die Staus 6,8 Millionen Stunden verloren werden. Es wird eine Autobahn der Superlative: auf 50km wird es einen 1,3 km langen unterirdischen Tunnel, 4 km überdachte Gallerien und 17km vertiefte Trasse geben. Die gesamte Strecke wird erleuchtet und verkabelt sein, so daß der Verkehr unter totaler Kontrolle steht. 2007 soll bereits der erste Wagen über die neue Strecke laufen. (vr/rp)
Italien baut erste privat finanzierte Autobahn
Unternehmerverbände und Handelskammern der betroffenen Regionen beteiligen sich an den Baukosten