München. Um auf Probleme im Straßentransport aufmerksam zu machen, unterstützt Verdi die diesjährige Aktionswoche der Internationalen Transportarbeiter-Förderation (ITF). Vom 13. bis 19. Oktober 2008 informiert die Gewerkschaft über Arbeits- und Einkommensbedingungen. „Weltweit kämpfen in dieser Aktionswoche Beschäftigte in der Transportbranche gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Arbeitsschutz“, erklärt Hans-Peter Konrad, für die Transportbranche zuständiger Gewerkschaftssekretär bei Verdi Bayern. In den Fokus der Aktionswoche stellt Verdi fehlende Investitionen in Park- und Rastanlagen. Dazu sollen die deutschen Landesbehörden durch eine zweitägige Unterschriftensammlung auf Autobahnraststätten und Parkplätzen an den bayerischen Autobahnen aufgefordert werden. Zielrichtung der Unterschriftenaktion sei zudem, Solidarität unter den Beschäftigten zu schaffen, wenn es gegen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung, Sozialdumping und für fairen Wettbewerb geht. Überlange Arbeitszeiten, der Druck der Auftraggeber, wenige wirklich erholsame Pausen und unzulängliche Einrichtungen für Fahrerinnen und Fahrer während der Ruhezeiten – dies führe beim Fahrpersonal oft zu Übermüdung und gefährde den Straßenverkehr, erläutert Konrad. „Auf diese Punkte wollen wir im Rahmen der Aktion hinweisen und die Politik sowie die Bürgerinnen und Bürger wachrütteln“, sagt Hans-Peter Konrad. (ag)
Internationale Aktionswoche der Europäischen Transportgewerkschaften
Verdi will auf Arbeits- und Einkommensbedingungen in der Branche aufmerksam machen und sich für mehr LKW-Parkplätze stark machen