Mainz. Die rheinhessische Wirtschaft hat die SPD-Landesregierung in Mainz in einem offenen Brief aufgefordert, die Pläne der Bundesregierung zur LKW-Maut-Erhöhung im Bundesrat zu stoppen. Das Schreiben der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen von heute sei an Ministerpräsident Kurt Beck, Landesverkehrsminister Hendrik Hering (beide SPD) sowie an Bundestagsabgeordnete gerichtet, hieß es laut Mitteilung. Das Transportgewerbe in Rheinland-Pfalz befinde sich in einer sehr kritischen Lage, sagte IHK-Präsident Harald Augter. Besonders betroffen seien kleine und mittlere Betriebe. „Die jetzt von der Bundesregierung geplante, mindestens 40-prozentige Mautanhebung belastet Verlader und Transportwirtschaft mit zusätzlichen Kosten bis zu zwei Milliarden Euro jährlich“, sagte Augter laut Mitteilung. Angesichts ohnehin geringer Margen im Straßengüterverkehr und der geringen Kapitaldecke bei vielen Transportunternehmen sei eine deutliche Zunahme bei den Insolvenzen zu erwarten, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke. Mehrere Bundesländer hatten wie bereits berichtet angekündigt, die geplante Erhöhung der LKW-Maut ab 1. Januar 2009 über den Bundesrat um ein Jahr verschieben zu wollen. Verkehrsminister Hering ließ bislang offen, wie sich Rheinland- Pfalz im Gesetzgebungsverfahren verhalten will. (dpa/sb)
IHK Rheinhessen fordert Stopp der LKW-Maut-Erhöhung
Brief an Ministerpräsident und SPD-Chef Kurt Beck: Rheinland-Pfalz soll Mauterhöhung im Bundesrat stoppen