Erfurt - Die vom Bundeskabinett beschlossene Lkw-Maut stößt bei der Thüringer Wirtschaft auf Ablehnung. «Insbesondere die kleinen Transportunternehmen verkraften nach den gestiegenen Kraftstoffpreisen keine zusätzlichen finanziellen Belastungen mehr», sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, am Mittwoch. Die Bundesregierung solle sich um die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen für das deutsche Transportgewerbe innerhalb der EU bemühen, bevor über neue Abgaben nachgedacht werde. «Eine Lkw-Maut muss es künftig auch auf allen anderen Straßen geben», forderte dagegen Thüringens Grünen-Chefin Astrid Rothe. «Der Güterverkehr gehört grundsätzlich auf die Schiene. Wir treten daher für eine stärkere Verknüpfung von Straße und Schiene ein.» Lastwagen ab zwölf Tonnen müssen von 2003 an auf allen deutschen Autobahnen eine Maut-Gebühr zahlen, die von der Fahrstrecke abhängig ist. Sie wird im Schnitt zwischen 27 und 37 Pfennig (14 bis 19 Euro- Cent) pro Kilometer liegen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin den Gesetzentwurf zur Einführung der Maut. (dpa)