Die Schweizer Kombiverkehrsgesellschaft Hupac hat ihre Unternehmensspitze neu besetzt. Seit Kurzem steht Britta Weber an der Spitze der Unternehmensgruppe. Die Managerin folgt auf die bisherige Übergangsführung und soll die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben.
Der Verwaltungsrat bezeichnet Weber als erfahrene Führungskraft mit internationalem Hintergrund in den Bereichen Logistik, Digitalisierung und Innovation.
Fokus auf Kunden und Terminals
Zu Beginn ihrer Tätigkeit richtet Weber den Blick insbesondere auf Kundenbeziehungen sowie die operative Infrastruktur des Unternehmens. Erste Besuche führten sie an zentrale Terminalstandorte des Unternehmens in Norditalien.
Diese Anlagen gelten als wichtige Drehscheiben für den kombinierten Verkehr zwischen Nord- und Südeuropa und spielen eine zentrale Rolle bei der Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene.
Schiene soll Marktanteile zurückgewinnen
Hupac sieht sich mit einer Entwicklung konfrontiert, die die gesamte Branche betrifft: In den vergangenen Jahren hat der Schienengüterverkehr Marktanteile verloren. Das Unternehmen will diesen Trend umkehren und den kombinierten Verkehr wieder stärken.
Dazu sollen:
- bestehende Netzwerke weiterentwickelt
- Kundenbindungen ausgebaut
- und die Zuverlässigkeit der Transportketten erhöht werden
Neues Terminal stärkt das Netzwerk
Ein wichtiger Baustein der Strategie ist der Ausbau der Infrastruktur. Besonderes Augenmerk liegt auf dem neuen Terminal Milano Smistamento, das derzeit entsteht.
Nach Unternehmensangaben soll die Anlage:
- zusätzliche Kapazitäten schaffen
- die Flexibilität des Netzwerks erhöhen
- und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen verbessern
Damit verfolgt Hupac das Ziel, internationale Transportketten stabiler zu gestalten.
Kombinierter Verkehr unter Druck
Der Wechsel an der Unternehmensspitze erfolgt in einer Phase großer Herausforderungen für den europäischen Güterverkehr. Hohe Anforderungen an Infrastruktur, Wettbewerbsdruck und die Transformation hin zu klimafreundlicheren Transportlösungen prägen das Marktumfeld.
Der kombinierte Verkehr gilt dabei weiterhin als wichtiger Baustein, um Verkehrs- und Klimaziele in Europa zu erreichen.