Hollands Binnenschiffern fehlt das Personal

06.10.2000 17:51 Uhr

Schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Bezahlung stellen keinen Anreiz dar

Nachdem bereits das niederländische Güterkraftverkehrs- und Logistik-Gewerbe über den akuten Facharbeitermangel klagt, stimmt jetzt auch das niederländische Binnenschifffahrt in diesen Chor ein. Nach Erhebungen des Niederländischen Wirtschaftsinstituts NEI (Nederlands Economisch Instituut) gibt es derzeit über 900 offene Stellen in dieser Sparte - vor allem bei Matrosen und Leichtmatrosen. Zugleich bestätigt das NEI ein deutlich abnehmendes Interesse an einem Job an Bord. Die Hauptgründe für den Fachkräftemangel sind nach Darstellung des NEI schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Aufstiegsmöglichkeiten, zuwenig Freizeit und eine vergleichsweise schlechte Bezahlung. Diese Schwachstellen müssten behoben werden, um mehr neue Mitarbeiter anzuwerben. Der Arbeitskräftemangel kommt auch in der hohen Fluktuation zum Ausdruck. In den beiden zurückliegenden Jahren verließen rund 1200 Mitarbeiter diese Branche, bei einer Gesamtbeschäftigung von rund 7000. Der niederländische Lkw-Verband TLN berichtete jetzt, dass im 2.Quartal 2000 rund 40.000 Transportaufträge nicht ausgeführt werden konnten, weil es an Fahrern fehlte.

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