Frankfurt/Main. Die Unternehmen im gewerblichen Straßengüterverkehr hatten im 2. Quartal des laufenden Jahres weiterhin mit steigenden Gesamtkosten zu kämpfen. Verantwortlich für die außergewöhnlich hohe Kostenbelastung sind die Dieselpreisrekorde an den Zapfsäulen. Das ist das Ergebnis der Konjunkturanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) für den entsprechenden Zeitraum. Außerdem mussten 70 Prozent der Unternehmen gestiegene Fahrzeugkosten verkraften (Vorquartal: 67 Prozent) sowie 22 Prozent gestiegene Personalkosten (15 Prozent). Die Kennzahlen bei der Fahrzeugauslastung und dem Personalbestand blieben nach Angaben der befragten Unternehmen stabil. Die Geschäftslage für das 2. Quartal wurde von den Unternehmen wieder leicht besser beurteilt als im ersten Quartal und liegt wieder auf den Niveau des Vorjahres. Der BGL spricht allerdings von einer saisonbedingten Entwicklung, die sich durch die verschlechterten Erwartungen der Unternehmen für das kommende Halbjahr relativiere: Nur noch 14 Prozent (Vorquartal: 26 Prozent) rechnen mit steigenden Umsätzen. Mit 47 Prozent (Vorquartal: 44 Prozent) erwarten wieder mehr Unternehmen „schlechte“ Betriebsergebnisse. Bedingt durch Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark stieg die Investitionsquote von 32 Prozent (1. Quartal) auf 42 Prozent. Elf Prozent (Vorquartal: fünf Prozent) der Unternehmen gaben an, die Fuhrparkkapazitäten erhöht zu haben, nur zwölf Prozent hatten die Kapazitäten verringert (Vorquartal: 20 Prozent). (diwi)
Hohe Dieselpreise treiben Kosten nach oben
Laut Konjunkturanalyse des BGL wird die Geschäftslage der Transportunternehmen durch die hohen Spritpreise überschattet