Die seit einigen Monaten tätige österreichische Tunnelsicherheits-Kommission nimmt jetzt Gefahrgut-Lkw besonders ins Visier. Laut Kommissionsvorsitzendem Hermann Knoflacher habe sich bei Überprüfungen herausgestellt, dass ein Drittel der Gefahrgut-Lenker die bestehenden Vorschriften ignoriert und ohne das vorgeschriebene Begleitfahrzeug in Straßentunnels unterwegs ist. Knoflacher fordert daher strengere Kontrollen und höhere Strafen. Innenminister Ernst Strasser hat bereits seine Zustimmung signalisiert. Techniker der Tunnelkommission schlagen außerdem vor, Gefahrgut-Lkw verpflichtend mit automatischen Löscheinrichtungen im Motorraum auszustatten. Generell müssen alle Fahrzeuglenker in Zukunft damit rechnen, bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in Tunnels härter als bisher bestraft zu werden. Der Strafrahmen wurde um 60 Prozent auf 1000 Euro erhöht. Zur Kontrolle werden alle österreichischen Tunnels lückenlos mit Radarboxen ausgestattet. (vr/rv)
Höhere Strafen für Gefahrgut-Lkw
Bestehende Vorschriften für den Transport gefährlicher Ladungen wurden ignoriert