"Zehn Jahre nach der geplanten Vollendung des EU-Binnenmarkts fühlen sich Unternehmen und Verbraucher immer noch benachteiligt." So das Fazit eines Berichts der EU-Kommission zur Marktsituation für Dienstleistungen, darunter im Transport- und Logistiksektor. Berücksichtigt seien auch aktuelle Trends, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein in Brüssel. So würden neuerdings Kfz-Hersteller auch Fuhrparkmanagement, Fahrerausbildung, Kfz-Rückholdienste und Pannenhilfe anbieten. Bolkestein: "Das Wirtschaftswachstum hängt wesentlich von Dienstleistungen ab. Sie stellen 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts und der Arbeitsplätze." Ergo müsse die gesamte EU den Preis für Hindernisse in diesem Bereich zahlen. Es klaffe eine "große Lücke" zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Zu ihrer Beseitigung versprach der Niederländer für 2003 "Gesetzesinitiativen und sonstige Maßnahmen". (vr/dw)
Hindernisse im EU-Dienstleistungssektor
EU-Binnenmarktkommissar kündigt neue Gesetzesinitiativen an