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HHLA will hoch hinaus

Die HHLA verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 einen Frachtboom
© Foto: hhla

Nach Frachtboom im ersten Halbjahr: Umsatz und Gewinn sollen 2011 um etwa 15 Prozent steigen


Datum:
12.08.2011
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Hamburg. Der Hamburger Hafenkonzern HHLA weckt nach dem Frachtboom der vergangenen Monate höhere Erwartungen für das laufende Jahr. Umsatz und Gewinn sollen 2011 nun um etwa 15 Prozent zulegen. Der Containerumschlag könne sogar um ein Fünftel wachsen, teilte das Unternehmen am Freitag bei der Vorlage des Zwischenberichts mit. „Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten hat unsere bisherige Erwartung übertroffen", sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters.

Die Fortsetzung des starken Wachstums setze jedoch voraus, dass die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten die wirtschaftliche Erholung nicht dauerhaft beeinträchtigten. Bisher hatte die HHLA-Führung lediglich eine Umsatz- und Gewinnsteigerung von zehn bis 15 Prozent und beim Containerumschlag ein Wachstum von mehr als zehn Prozent in Aussicht gestellt.

Im zweiten Quartal profitierte die HHLA weiter vom florierenden Welthandel - vor allem mit den Ländern in Fernost. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Frachtumschlag um 27 Prozent auf rund 1,8 Millionen Standardcontainer (TEU) zu. Die Erlöse im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik wuchsen dabei um rund 16 Prozent auf knapp 300 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte hingegen nur um rund acht Prozent auf 46 Millionen Euro.

Unter dem Strich verdiente die HHLA 17 Millionen Euro, ebenfalls rund acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Angesichts der angespannten Ertragslage in der Containerschifffahrt sowie steigender Überkapazitäten an den Hafenterminals an Mitteleuropas Nordküste sei dies ein beachtlicher Erfolg, schrieb HHLA-Chef Peters an die Aktionäre.

Trotz des Frachtbooms haben die Reedereien mit sinkenden Preisen für den Containertransport zu kämpfen. Ein Überangebot an Containerschiffen und stark gestiegene Treibstoffkosten zehren die Gewinne auf. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd war daher im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gefahren. Die Häfen sind von dieser Entwicklung nur teilweise betroffen. Allerdings muss sich die HHLA gegen die Wettbewerber in Rotterdam, Antwerpen und Bremen behaupten. Ihrem Vorstand zufolge konnte die HHLA ihren Marktanteil in der Region im ersten Halbjahr deutlich ausbauen. (dpa) 

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