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Hessen will öfter Seitenstreifen auf Autobahnen freigeben

Anlagen zur temporären Seitenstreifenfreigabe sind nach Angaben des Verkehrsministeriums derzeit auf 100,4 Richtungskilometern der hessischen Autobahnen in Betrieb
© Foto: Roland Holschneider/dpa/picture-alliance

Gerade das Rhein-Main-Gebiet ächzt unter den Staus von Tausenden Pendlern. Die Spitzenwerte in der Region liegen viermal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.


Datum:
11.05.2018
Autor:
André Gieße
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Wiesbaden. Auf Hessens Autobahnen soll öfter der Seitenstreifen freigegeben werden, um Staus zu vermeiden. Das kündigte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Freitag in Wiesbaden an. Ein Hessen völlig ohne Staus werde es nicht geben. Dafür sei das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen im Land zu hoch. Für mehr flüssigen Verkehr könnten aber vom Baustellenmanagement über die schnelle Räumung von Unfallstellen bis hin zur temporären Seitenstreifenfreigabe mehrere Stellschrauben gedreht werden.

Noch in diesem Jahr werde die sogenannte Streckenbeeinflussungsanlage an der A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Frankfurt-Süd mit integrierter Seitenstreifenfreigabe freigeben, erklärte der Minister. Um die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss auf der A5 zwischen Darmstadt und der Landesgrenze Baden-Württembergs zu verbessern, soll zudem eine zeitlich begrenzte Seitenstreifenfreigabe zwischen der Anschlussstelle Darmstadt-Eberstadt und Seeheim-Jugenheim in Fahrtrichtung Karlsruhe eingerichtet werden.

„Auch davon erhoffen wir uns weitere Entlastung auf diesem hochbelasteten Autobahnabschnitt“, erklärte der Verkehrsminister. Überlastungen zu Stoßzeiten ließen sich aber nie ganz vermeiden. Auch Unfälle oder liegengebliebene Lastwagen würden immer zu Behinderungen und damit zu Verzögerungen und Staus führen. Das gleiche gelte für Baustellen vor allem bei Brückensanierungen bei fließendem Verkehr.

Kapazität könnte um 25 Prozent erhöht werden

Anlagen zur temporären Seitenstreifenfreigabe sind nach Angaben des Verkehrsministeriums derzeit auf 100,4 Richtungskilometern der hessischen Autobahnen in Betrieb. Sie seien zum Zweck der Kapazitätserhöhung und Stauvermeidung eingerichtet worden. Nach Berechnungen des Ministeriums kann mit einer Kapazitätserhöhung von bis zu 25 Prozent durch die Maßnahme gerechnet werden.

Insgesamt hätten sich die Staus auf Hessens Autobahnen von Januar bis März um 1000 Stunden im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2017 reduziert, teilte der Minister mit. Der Rückgang im ersten Quartal um gut 20 Prozent zeige, dass die eingeleiteten Maßnahmen griffen. „Auch wenn ich weiß, dass die Verkehrsbelastung und damit die Staugefahr auf den Autobahnen insbesondere im Rhein-Main-Gebiet nach wie vor sehr hoch ist“, versicherte Al-Wazir. (dpa/ag)

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