Harburger Logistikzentrum mit 1600 Arbeitsplätzen bei Anwohnern umstritten

22.10.2008 15:07 Uhr

Geplante Ansiedlung hat in den angrenzenden Dörfern bereits für heftigen Protest gesorgt

Hamburg/Neu Wulmstorf. Ein bei Anwohnern umstrittenes neues Logistikzentrum an der Autobahn A 1 im Landkreis Harburg wird nach Berechnungen des Betreibers mindestens 1.600 Arbeitsplätze bringen. Das 80 Hektar große Areal sieht nach Angaben der Düsseldorfer Habacker Holding vom Mittwoch Büro- und Gewerbeflächen sowie einen Autohof mit Tankstelle, Werkstatt, Restaurant und Hotel vor. Knapp die Hälfte der Stellen werde in Büros geschaffen. "Wir erwarten noch in diesem Herbst das Baurecht und dann können die Bauarbeiten losgehen", teilten die Investoren in Hamburg mit. Die Holding, die Immobilien im Volumen von rund 300 Millionen Euro verwaltet, verhandelt derzeit mit potenziellen Mietern. Die geplante Ansiedlung hat in den angrenzenden Dörfern bereits für heftigen Protest gesorgt. Jüngst gingen dutzende Anwohner aus Mienenbüttel, Rade, Oldendorf und Wennerstorf im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße, um mit ihrer Demonstration und Hilfe-Briefen an Politiker letztendlich den "Logpark" zu verhindern. "Wir sind ja schließlich hier raus gezogen, um im Grünen zu wohnen und nicht im Industriegebiet", sagte ein Demo-Initiator einer Zeitung Der Bürgermeister der Gemeinde Neu Wulmstorf (Landkreis Harburg), Wolf-Egbert Rosenzweig, hob unterdessen die Bedeutung des Zentrums für Wachstum und Beschäftigung in der Region hervor. "nsbesondere in Zeiten steigender Energiepreise gewinnen wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze zunehmend an Attraktivität." (dpa/stb)

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