Härtere Strafen beim Verstoß gegen das Handy-Verbot am Steuer haben mehrere Länderinnenminister gefordert. Ihrer Ansicht nach schreckt das Bußgeld von 60 Mark beim Telefonieren ohne Freisprechanlage nicht genügend Autofahrer ab. "Seit in Kraft treten des Handy-Verbots am Steuer haben wir bei den meisten Autofahrern leider keine Verhaltensänderung festgestellt", sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Manfred Püchel (SPD) in der "Bild am Sonntag". Die Polizei in Sachsen-Anhalt habe bisher rund 750 Verwarnungsgelder ausgestellt. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministers sagte dazu, man hoffe, dass sich das Verbot auch ohne drakonische Maßnahmen durchsetze. Auch bei Gurt- und Helmpflicht habe die Umsetzung einige Zeit gedauert, und man dürfe nicht in "blinden Aktionismus" verfallen.Seit April wird beim Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage ein Bußgeld von 60 Mark erhoben. (vr/dpa)
Handy-Verbot am Steuer nur lasch befolgt
Innenminister fordern höhere Strafen bei Missachtung