Potsdam. Mit dem Handy am Ohr fahren trotz drohender 40 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg immer noch zahllose Autofahrer. "Viele glauben einfach, dass sie sowieso nicht erwischt werden. Aber diese Einschätzung ist falsch", sagt der Leiter der brandenburgischen Autobahnpolizei, Udo Antonicek. Ein weiterer Grund für den Griff zum Handy sei die geringe Abschreckung durch die angedrohten Strafen. Nach ihrer Einführung zum 1. April gab es laut Antonicek zunächst einen Rückgang der Delikte. "Da wurde erstmal geschaut, wie überhaupt kontrolliert wird." So gingen die Zahlen der erwischten Handy-Telefonierer von 494 im vergangenen April auf 342 in diesem April und im Mai von 462 auf 430 zurück. "Doch im Juni zog es wieder an", betont Antonicek. 464 (2003: 410) Handy-Sünder wurden geschnappt. (vr/dpa)
Handy-Strafen bislang nutzlos
Abschreckung durch angedrohte Strafen zu gering