Hamburg. Dem Luftfrachtstandort Hamburg droht ein weiterer Bedeutungsverlust. Das befürchtet der Verein Hamburger Spediteure (VHSp). Zwar habe die Flughafenbetreibergesellschaft angekündigt, die vorhandenen Aircargo-Anlagen zu modernisieren. Doch mit knapp vier Millionen Euro, die dafür vorgesehen seien, könne nur von einer kosmetischen Operation die Rede sein, kritisierte Willem van der Schalk, VHSp-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Fachausschusses Luftfracht, jetzt vor Journalisten in der Elbe-Stadt. Ohne ein klares Bekenntnis zur Luftfracht in Hamburg und auch entsprechende Maßnahmen drohe, weitere Luftfracht zu anderen Flughäfen abzuwandern. Das vom Flughafenbetreiber und dem Hamburger Senat in Aussicht gestellte neue Luftfrachtzentrum „Nordport" müsse so schnell wie möglich in Angriff genommen werden. „Das Versprechen muss eingehalten werden", so Van der Schalk. Für den Aircargo-Fachmann steht außer Zweifel, dass der Logistik-Standort Hamburg einen „leistungsfähigen Flughafen mit einer optimalen Frachtabwicklung braucht". Zu den immer deutlicher zu Tage tretenden Unzulänglichkeiten, sagte van der Schalk, gehöre das Fehlen einer Röntgenanlage zur näheren Untersuchung von Frachtsendungen, falls dies erforderlich sei. enn im Luftfrachtgeschäft dürften aufgrund der verschärften Sicherheitsgesetzgebung nur noch Sendungen verladen werden, die als „sichere Fracht" gelten. (eha)
Hamburger Spediteure: Luftfrachtstandort droht Bedeutungsverlust
Verein Hamburger Spediteure fordern ein klares Bekenntnis zur Luftfracht: Hansestadt braucht leistungsfähigen Flughafen