Mit Thomas Eckelmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Hamburger Eurokai-Gruppe, hat erstmals ein führender Vertreter der Hamburger Hafenwirtschaft eine konkrete Forderung erhoben, wie tief Unterelbe und Außenweser erneut vertieft werden müssen. Sollen die beiden führenden deutschen Universalhäfen, Hamburg und Bremerhaven/Bremen, auch für die größten Containerschiffe erreichbar sein "benötigen wir 1,50 Meter mehr", sagte Eckelmann auf der Hauptversammlung des Unternehmens in der Elbe-Stadt. Der Hafen-Manager verwies auf die im Zusammenhang mit der Standortfestlegung auf den künftigen deutschen Tiefwasserhafen (JadeWeserPort) erfolgte Zusage seitens der Regierungschefs Bremens, Hamburgs und Niedersachsens, die beiden Flüsse schnellstmöglich auszubaggern. Peter Dietrich, Vorstandsvorsitzender des Mitbewerbers HHLA (Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG), hatte sich auf der kürzlich abgehaltenen HHLA-Bilanzpressekonferenz trotz hartnäckigen Nachsetzens von Journalisten geweigert, eine konkrete Zahl bezüglich der Vertiefung von Elbe und Weser zu nennen. Zur Eile drängt Eckelmann auch beim Projekt Tiefwasserhafen. "Es muss umgehend in Angriff genommen werden". Die Inbetriebnahme solle "um das Jahr 2010 herum" erfolgen. Der Hafen stärke im Verbund mit Hamburg und Bremerhaven "bei sinnvoller Aufgabenteilung" die Wettbewerbsfähigkeit "gegenüber dem Tiefwasserhafen Rotterdam". (vr/eha)
Hamburger Hafen-Manager: Elbe und Weser um 1,50 Meter vertiefen
Ausbaggern soll Zufahrt für große Containerschiffe ermöglichen