Hafen Wien steigert Umsatz und Gewinn

07.05.2009 13:31 Uhr

Österreichischer Donauhafen bleibt im Jahr 2008 auf Erfolgskurs

Wien. Der Wiener Hafen hat 2008 ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Nach Angaben der Wien Holding übertraf der Umsatz des vergangenen Geschäftsjahres den Vergleichszeitraum des Vorjahres um sieben Prozent. Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 10,2 Millionen Euro – das bedeutet eine Steigerung um 24 Prozent (2007: 8,2 Millionen Euro). Insgesamt wurden laut Hafenangeben in 2008 im Logistikzentrum Hafen Wien zwölf Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das sei genauso viel wie im Jahr 2007. „Das neuerliche Wachstum zeigt, dass unsere Entscheidung, den Wiener Hafen zu einer der wichtigen Logistikdrehscheiben für Mittel- und Südosteuropa aufzurüsten, die Richtige war. Die konsequente Verbesserung der Infrastruktur für die Schifffahrt genauso wie für die Fracht, die per LKW und Zug transportiert wird, macht sich bezahlt. Mit dem im Jahr 2006 gestarteten Ausbauprogramm mit einem Investvolumen von 150 Millionen Euro bis 2010 schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen für den künftigen Erfolg des Wiener Hafens", erklärte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) am Donnerstag. Im Rahmen des Hafenausbauprogrammes wurden bereits neue Krananlagen, größere Lagerhallen, neue Kaimauern und ein Container-Terminal mit doppelter Kapazität errichtet. Im nächsten Schritt sollen die Schienen- und Straßeninfrastruktur weiter verbessert werden. Der bestehende alte Containerterminal soll technisch hochgerüstet, der Hochwasserschutz optimiert und neue Projekte Landgewinnung für zusätzliche Umschlagseinrichtungen und Betriebsansiedlungen gestartet werden. An der Umsatz- und Gewinnsteigerung im letzten Jahr waren nahezu alle Geschäftsbereiche beteiligt. So ist das Containergeschäft erneut um vier Prozent gewachsen. Mit 335.000 Containereinheiten wurde ein neuer Rekordwert erzielt (2007: 323.000 TEU). Bereits 85 Züge pro Woche (2007: 66 Züge) bringen mittlerweile Container vom Wiener Containerterminal zu den großen europäischen Seehäfen wie Rotterdam, Hamburg, Bremerhaven und Duisburg. Weitere Züge verbinden den Wiener Hafen mit Knotenpunkten im zentral- und osteuropäischen Raum wie Budapest und Bratislava. Nach Auskunft des Wiener Hafen waren die Stückgutlager 2008 mit insgesamt 60.000 Quadratmetern zu 80 Prozent ausgelastet, die Rohstofflager für Schüttgüter mit einer Kapazität von 36.000 Tonnen sogar zu 100 Prozent. Im Autoterminal seien 60.000 Fahrzeuge umgeschlagen worden. Die über den Wiener Hafen gehandelten Fahrzeuge entsprechen etwa einem Viertel der in Österreich zugelassenen Neufahrzeuge. „In den letzten Jahren konnte sich der Wiener Hafen als einer der größten europäischen Donauhäfen etablieren. Die Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Eisenbahn und LKW ist ein entscheidender Standortvorteil, der uns auch jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu Gute kommt. Zwar geht die Wirtschaftskrise seit dem letzten Quartal 2008 auch am Wiener Hafen nicht spurlos vorüber, durch die Erweiterung unserer Produktpalette und der Lagerkapazitäten, mit dem Aufbau neuer Zugsverbindungen zum Warentransport und mit der Effizienzsteigerung in der Lagerlogistik und im Warenumschlag können wir die Mengen-Rückgänge jedoch abfedern. Wir sind zuversichtlich, trotz Wirtschaftsflaute unseren Erfolgskurs auch 2009 weiter halten zu können", so Wien Holding Chef-Peter Hanke. (ag)

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