-- Anzeige --

Hafen Rotterdam zählt 29.476 Schiffe

Der Hafen Rotterdam hat seine nautischen Jahreszahlen für den Hafenbetrieb 2019 vorgelegt
© Foto: Michael Zegers/picture-alliance

Die nautischen Jahreszahlen 2019 zeigen zudem: Es gab etwas weniger Unfälle, eine bessere Zusammenarbeit der Häfen untereinander und Fortschritte bei der Digitalisierung.


Datum:
20.01.2020
Autor:
Felix Altmann
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Rotterdam. Das Jahr 2019 war laut Betreiber für die Schifffahrt im Rotterdamer Hafen ein vergleichsweise sicheres Jahr. Im vergangenen Jahr liefen mit 29.476 Seeschiffen beinahe ebenso viele Seeschiffe den Rotterdamer Hafen an wie 2018 (29.491) Auch die Anzahl der Unglücksfälle blieb fast konstant – 113 im Vergleich zu 112 in 2018. Dabei handelte es sich vor allem um Schäden bei parkenden Schiffen. Infolge eines sehr schweren Unglücksfalls lag der Nautical Safety Index (NSI) – ein Indikator für die nautische Sicherheit - leicht unter der Norm (6,56 statt 7). Dabei handelte es sich um eine Kollision eines Festrumpfschlauchboots (Rigid-Hulled Inflatable Boat – RHIB) und einer Schaluppe, bei der ein Todesopfer zu beklagen war. Drei von vier schwere und zehn Prozent aller Unglücksfälle betrafen die Passagierschifffahrt.

Hafenmeister René de Vries äußert sich zum Anteil der Passagierschifffahrt an der Zahl der Zwischenfälle: „Das sind viel zu viele für eine so kleine Gruppe der Wasserwegnutzer. Wir haben die Aufsicht beträchtlich erhöht, doch ändert dies nichts daran, dass dies eine sehr gefährdete Gruppe ist. Daher sind wir mit dem niederländischen Ministerium im Hinblick auf zusätzliche Maßnahmen im Gespräch. Es muss etwas getan werden", sagte De Vries am vergangenen Donnerstag im World Port Center bei der Präsentation der nautischen Jahreszahlen mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr 2019 und einen Ausblick auf das kommende Jahr 2020.

Immer mehr Flüssiggas

Eine neue Entwicklung im Hafen ist das verstärkte Bunkern von LNG (Flüssiggas) während der Be- und Entladung von Seeschiffen. Mittlerweile sind regelmäßig drei LNG-Bunkerschiffe im Hafen unterwegs. Weitere vier LNG-Bunkerschiffe verfügen über die Lizenz, LNG (Flüssiggas) im Hafen zu bunkern. In diesem Jahr werden voraussichtlich noch zwei Bunkerschiffe dazukommen.

Gemeinsame Hafenordnung und Digitalisierung

Des Weiteren haben unter der Federführung der Häfen Rotterdam und Amsterdam zum ersten Mal elf Seehäfen eine identische Hafenverordnung entwickelt. Die Hafenbetriebe arbeiten auf verschiedenen Gebieten zusammen. So setzen sie bereits mit HaMIS dasselbe Hafenmanagement- und Hafeninformationssystem ein.

Der Hafenmeister trifft ebenfalls Vorbereitungen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. So werden in Kooperation mit der Veiligheidsregio (Sicherheitsregion) Rotterdam bei Zwischenfällen bereits Drohnen eingesetzt. Auch werden neue Tests mit einem so genannten „floating lab“, einem schwimmenden Labor, durchgeführt, um die Anforderungen für die Ermöglichung der autonomen Schifffahrt im Hafen zu untersuchen.

Bunkergenehmigung

Der Hafenbetrieb arbeitet unter Anderem eng mit dem Hafen Antwerpen zusammen, so dass ab dem 1. Januar 2021 eine Bunkergenehmigung für Lieferanten von Bunkerbrennstoffen in Kraft treten kann. Für LNG ist eine solche Lizenz bereits in Kraft. Im Zuge dieser Genehmigung sollen erstmalig Stoffe identifiziert werden, die in Bunkerschiffen definitiv nicht vorgefunden werden dürfen. Es ist damit zu rechnen, dass eine Lizenz die Transparenz auf dem Bunkermarkt sowie die Quantität und Qualität der Bunkerschiffe erheblich verbessern wird. Nähere Informationen sollen Mitte dieses Jahres folgen. (fa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.