Für den Hafen Rostock bleibt der Fährverkehr auch weiterhin der Motor bei der Umschlagentwicklung. "Auch im 1. Halbjahr haben wir wieder deutliche Zuwächse erzielen können", berichtete Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), jetzt vor der Presse. Auf dem Erfolg des Fährverkehrs beruhe "die überregionale Bedeutung Rostocks" im Hinterland. 5,2 Millionen Tonnen entfielen im 1.Halbjahr auf den Ro/Ro-Verkehr - rund 700.000 Tonnen mehr als im vorigen Berichtszeitraum. Der Gesamtumschlag der Rostocker Häfen (Stadthafen plus Überseehafen) betrug 11,1 Millionen Tonnen. Für 2002 rechnet Bauermeister mit einem Gesamtumschlag von erneut rund 21 Millionen Tonnen. Wichtige Wachstumsbringer im Fährverkehr waren unter anderem die seit Mitte 2001 in Rostock präsente Superfast Ferries mit ihrem Finnland-Dienst. Die Hero wird daher auch weiter in den Ausbau der Fähr-Kapazitäten investieren. Ein besonderer Erfolg ist für Bauermeister die Entwicklung des intermodalen Verkehrs Schiene/Schiff. "Wir rechnen mit bis zu 40.000 Transporteinheiten bis Ende 2002." Daher soll im Rostocker Hafen ein neues KV-Terminal entstehen. Bauermeister: "Wir müssen hier mit Lübeck gleich ziehen, wo derzeit neue Kapazitäten geschaffen werden." Die Baukosten für das neue KV-Terminal beziffert er auf rund 10 Millionen Euro. Baubeginn könnte 2003 sein. (vr/eha)
Hafen Rostock: Fährverkehr bleibt die treibende Kraft
Finnland-Dienst der Superfast Ferries ist wichtiger Wachstumsbringer