Häfen im Nordosten sollen verstärkt auf Container-Umschlag setzen

29.09.2008 14:03 Uhr
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Otto Ebnet. (Foto: ddp)

Schneller Umbau der Häfen ist nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Otto Ebnet aber nicht machbar. / Gute Vorbereitung gefordert

Schwerin. Die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern müssen nach Ansicht von Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD) auch auf den Umschlag von Containern setzen. "Containerverkehr wird wahrscheinlich auch für die Ostsee stärker kommen. Und wir werden uns darauf vorbereiten müssen, auch von unserer Infrastruktur", sagte Ebnet in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Minister erwartet jedoch keinen schnellen Wandel. Von den deutschen Ostseehäfen habe sich bislang nur Lübeck auf Container spezialisiert. Nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sind im ersten Halbjahr in den deutschen Häfen 3,5 Prozent mehr Güter als im Vorjahreszeitraum umgeschlagen worden. Der Containerverkehr wuchs zwar nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, aber mit 6,0 Prozent beim Empfang und um 7,3 Prozent beim Versand immer noch schneller als der Umschlag von Stück- und Massengut. Ein schneller Umbau der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben von Ebnet nicht machbar. Der Containerumschlag benötige eine ganz bestimmte Infrastruktur. Die sei nicht nur teuer, sondern brauche auch Zeit für den Aufbau. "Wenn Sie jetzt anfangen, können Sie frühestens in zehn Jahren dort den Umschlag machen." Sassnitz sei auf den Eisenbahnfährverkehr ausgerichtet und entwickle sich gut, auch wegen des Handels mit Russland. Von Februar 2009 an soll eine Container-Linie zwischen dem Fährhafen auf Rügen und dem russischen Hafen Wyborg in Betrieb gehen. Zunächst einmal pro Woche soll das Schiff mit jeweils rund 50 Containern zwischen den 1200 Kilometer entfernten Häfen pendeln. Rostock habe sich auf den Fährverkehr und den Umschlag von Massengütern wie Erz und Kohle spezialisiert, erklärte Ebnet. Die geplante Hafenerweiterung in Rostock berücksichtige aber schon den Containerverkehr. Dimensionen wie in Hamburg, Rotterdam oder Antwerpen sind gleichwohl nicht zu erwarten. "Die großen Containerschiffe kommen auch nicht in die Ostsee", meinte Ebnet. Die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Küstenländer wollen am Montag bei einem Treffen in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) auch über ein nationales Hafen- und Flughafenkonzept beraten. Mecklenburg- Vorpommern wird von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) und und von Verkehrsstaatssekretär Sebastian Schröder (SPD) vertreten. (dpa)

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